Youtube-Netzwerk Christoph Krachten verlässt Mediakraft

Donnerstag, 29. Januar 2015
Kehrt Mediakraft den Rücken: Christoph Krachten
Kehrt Mediakraft den Rücken: Christoph Krachten
Foto: Mediakraft
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YouTube Konsequenz Jan Schlüter


Der Streit um den Youtube-Vermarkter Mediakraft zieht weitere personelle Konsequenzen nach sich. Der Geschäftsführer und Mitgründer des Netzwerks, Christoph Krachten, kündigte am Donnerstag seinen Rückzug aus der Geschäftsführung an.
Mit Krachten verliert Mediakraft sein wohl bekanntestes Gesicht. Als Grund für den Rückzug des Mitgründers gab das Unternehmen die gern zitierten "unterschiedlichen Auffassungen über die strategische Ausrichtung" an. Künftig wolle er sich auf die Ausrichtung der Video Days, einer Messe für Youtuber, widmen: "Die Konsolidierung der Branche geht weiter", schreibt Krachten in einer Pressemitteilung. "Auch Veränderungen in den Führungsstrukturen der großen Netzwerke sind ein Zeichen für den Wandel. Ich freue mich jetzt, meine Arbeit zu 100 Prozent den Video Days widmen zu können. Dort mache ich genau das, was mich am meisten am Thema Onlinevideo begeistert: die intensive Zusammenarbeit mit den Künstlern." Mediakraft war in den vergangenen Wochen in die Schlagzeilen geraten, nachdem der bekannte Youtube-Star Simon Unge dem Netzwerk öffentlichkeitswirksam den Rücken gekehrt hatte. In einem Abschiedsvideo warf der Youtuber dem Netzwerk unter anderem mangelnde Unterstützung und dubiose Geschäftspraktiken vor, sogar von Drohungen war die Rede. Mit dem Comedy-Trio Ape Crime und LeFloid musste Mediakraft den Abgang von zwei weiteren Top-Stars der Szene verkraften.

Mitte Januar hatte sich bereits Mediakraft-Mitgründer und Vermarktungschef Jan Schlüter aus der Geschäftsführung des Netzwerkes zurückgezogen. Krachten bleibt wie Schlüter Gesellschafter von Mediakraft. Geschäftsführer Spartacus Olsson kündigte außerdem weitere Neuerungen an: "Um die Schwungkraft unseres großen Erfolges und das massive Wachstum auch weiterhin für unsere Partner zu nutzen, arbeiten wir an weitreichenden Änderungen, über die wir in den kommenden Wochen berichten werden." dh
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