Yougov-Studie Streaming - die Fans und die Muffel

Freitag, 15. Januar 2016
Auszug aus dem Netflix-Portfolio
Auszug aus dem Netflix-Portfolio
Foto: Netflix Deutschland
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Welches Unterhaltungsmedium ist wirklich wichtig? Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zeigt, dass klassisches TV weit vor Streaming liegt. Die Nutzung von Streaming hat sich das Meinungsforschungsinstitut nochmal genauer angeschaut.
Nur wenige Erwachsene in Deutschland können sich ein Leben ohne Bücher oder Fernsehen vorstellen. Andere Unterhaltungsmedien hielten die Befragten dagegen eher für entbehrlich. Nur eine Minderheit findet gedruckte Bücher (13 Prozent) und das klassische Fernsehen (14 Prozent) für den persönlichen Gebrauch verzichtbar. Lediglich ein Fünftel (21 Prozent) kann sich ein Leben ohne Musik-CDs vorstellen. Ein Leben ohne Kino können sich 23 Prozent ausmalen, ohne DVDs (mit Spielfilmen und Serien) 24 Prozent. Weniger wichtig finden die Erwachsene demnach Online-Videotheken. 38 Prozent könnten laut Umfrage ohne das Streaming von Serien und Filmen (etwa via Netflix, Amazon, Maxdome, Watchever) leben, 40 Prozent ohne Musik-Streaming (zum Beispiel via Spotify oder Apple).

Elektronische Bücher (zum Beispiel Kindle oder Tolino) halten 41 Prozent für verzichtbar. Hörbücher auf physischen Tonträgern wie CDs spielen für 46 Prozent keine allzu wichtige Rolle, Schallplatten sind für 47 Prozent entbehrlich und digitale Hörbücher als Stream oder Download (zum Beispiel Audible) für 48 Prozent. "Ich möchte auf nichts davon dauerhaft verzichten", sagen übrigens 11 Prozent laut der Umfrage, in der Mehrfachnennungen möglich waren. Keine Angabe machten 4 Prozent.

Eindeutig ist die Tendenz, wenn man nach den Altersgruppen schaut: So finden bei den 18- bis 24-Jährigen immerhin 21 Prozent das Fernsehen verzichtbar, bei den Menschen über 55 sind es dagegen nur 10 Prozent.

Film-Streaming finden dagegen die Leute ab 55 kaum relevant: 50 Prozent können darauf verzichten, wie sie angaben. Bei den Jüngeren (zwischen 18 und 24 Jahren) sind es dagegen nur 27 Prozent, die es missen könnten. In der Altersgruppe 25 bis 34 Jahre sind es sogar nur 24 Prozent.

Weitere Daten zu Streaming von Serien und Filmen

Für Frauen ist das Streaming eher verzichtbar (40 Prozent bei Film und 41 Prozent bei Musik) als für Männer (37 Prozent bei Film und 38 Prozent bei Musik).

Am beliebtesten ist Film-Streaming bei Menschen zwischen 25 und 34: nur 24 Prozent halten es für verzichtbar.

Bei den Menschen zwischen 18 und 24 finden es 27 Prozent verzichtbar, bei denen zwischen 35 und 44 immerhin 32 Prozent, bei den 45- bis 54 Jährigen 35 Prozent.

Größte Film-Streaming-Muffel sind erwartbar die Älteren: Bei den Menschen ab 55 kann die Hälfte sehr gut ohne leben.

Beim Musik-Streaming steigt die Verzichtbarkeit mit dem Alter: 21 Prozent sagen es in der Altersgruppe 18 bis 24, 27 Prozent bei den 25- bis 34-Jährigen, 34 Prozent bei den 35- bis 44-Jährigen, 37 Prozent bei den Menschen zwischen 45 und 54 und 53 Prozent bei den Leuten ab 55 Jahren. dpa
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