"You Are Wanted" Amazon räumt mit Schweighöfer-Serie ab

Dienstag, 21. März 2017
"You are Wanted" kommt gut an
"You are Wanted" kommt gut an
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Amazon und Netflix entwickeln sich zu wahren Schreckgespenstern der traditionellen TV-Industrie, versuchen sie doch mit milliardenschweren Investitionen in eigene Serien und Filme den Platzhirschen das Wasser abzugraben. Wie erfolgreich die Online-Riesen dabei bisweilen agieren, zeigt sich aktuell in Deutschland. Die Amazon-Serie „You Are Wanted“ von Matthias Schweighöfer kommt beim Publikum jedenfalls ziemlich gut an.

Bei „You are Wanted“ handelt es sich um die erste deutsche Amazon-Eigenproduktion, die der Konzern unter dem Label "Amazon Original" bündelt. Mit dem Debüt dürfte Amazon Deutschland durchaus zufrieden sein. Bereits am ersten Wochenende erzielte „You are Wanted“ von allen kostenpflichtigen VoD-Titeln in Deutschland die höchsten Abrufzahlen. Das geht aus einer Analyse von Goldmedia hervor.

Die Top 5 auf Amazon Prime Video
Die Top 5 auf Amazon Prime Video (Bild: Goldmedia)
Die Beratungs- und Forschungsgruppe misst seit Januar 2017 die Abrufe der Pay-VoD-Angebote in Deutschland. Dazu gehören neben Amazon Prime Video auch Plattformen wie Maxdome von Pro Sieben Sat 1 sowie Netflix und Sky. 

Laut der Goldmedia-Analyse erzielte „You are Wanted“ am Wochenende vom 17. bis 19. März rund 35 Prozent der Video-on-Demand-Abrufe auf Amazon Prime Video. Auf Rang 2 landet mit „The Man In the High Castle“ eine weitere Amazon-Serie, gefolgt von "2 Broke Girls", "Shameless" und "Fear the Walking Dead". „You Are Wanted“ war laut Goldmedia aber nicht nur die Nummer 1 auf Amazon Prime Video. Die Thrillerserie, hinter der neben Schweighöfers Filmfirma Pantaleon auch Warner Bros. steckt, führt auch das Gesamtranking aller an diesem Wochenende in Deutschland abgerufenen Film- und Serientitel an. Was auch sicherlich damit zu tun haben dürfte, dass Amazon über die größte Kundenbasis verfügt - und alle Prime-Abonnenten sich sämtliche Staffeln der Serie auf einen Schlag ansehen konnten - und das ohne Zusatzkosten. 

Auch wenn Amazon seine Serien vor allem zur Kundenbindung und damit zur Stärkung des Stammgeschäfts nutzt und in diesem Fall keine Mehrerlöse erzielt, geht die Rechnung des E-Commerce-Reisen aus Sicht von Experten auf. "Die Nutzungszahlen aus unserer Erhebung zeigen ganz klar, dass die Strategie von Amazon bei den deutschen Zuschauern greift“, sagt Florian Kerkau, Geschäftsführer bei Goldmedia. 

Goldmedia erfasst seit Januar 2017 die Zuschauerzahlen von Pay-VoD-Angeboten in Deutschland zusammen mit dem Panelprovider Respondi. Methodisch fußt die Erhebung auf einer rollierenden Onlinebefragung mit bis zu 50.000 Befragten im Jahr. Die Ergebnisse sollen ab April 2017 regelmäßig veröffentlicht. werden. mas

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