Yallah Deutschland Krautreporter starten zweisprachiges Videoportal für Flüchtlinge

Donnerstag, 07. Januar 2016
Neues zweisprachiges Videoportal für, von und über Flüchtlinge: Yallah Deutschland
Neues zweisprachiges Videoportal für, von und über Flüchtlinge: Yallah Deutschland
Foto: Screenshot Youtube/ Yallah Deutschland
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Die Krautreporter haben ein neues Projekt ins Leben gerufen. "Yallah Deutschland" heißt es und soll ein zweisprachiges Videoportal für, von und über Flüchtlinge sein. Der Grundgedanke, so die Macher, ist einfach: Die vielen neuen Menschen, die nach Deutschland gekommen sind, brauchen Informationen. Diejenigen, die schon länger hier sind, wollen mehr über ihre neuen Nachbarn wissen.
"Yallah Deutschland" ist das erste zweisprachige Videoportal, dessen Beiträge auf Deutsch und Arabisch veröffentlicht werden. Weitere Sprachen könnten zukünftig noch dazukommen, heißt es. Das Programm ist vor allem für den kleinen Smartphone-Bildschirm gemacht, die Videos werden auf Youtube und Facebook hochgeladen. Außerdem gibt es einen WhatsApp-Service, der den User bei neuen Clips informiert. Hinter dem Portal, so berichten die Krautreporter, steckt ein Team aus unter anderem Journalisten, Laien und Flüchtlingen jeden Alters und Geschlechts.
Zwei Videos sind bereits online. Im ersten Clip spricht der 41-jährige Abdulilah Dhewi über sein erstes Foto, das er in seiner neuen Heimat geschossen hat. Der Syrer ist seit einem Monat in Deutschland und Vater eines zwölfjährigen Sohnes. Im zweiten Video fragt sich der Syrer Khaled Ghazi, warum es in Deutschland so viele Hunde gibt. In Berlin fragt er Passanten nach einer Antwort und stellt fest: Hunde haben es sogar besser als Flüchtlinge. Die Bilder sind jeweils auf deutsch und arabisch untertitelt. Laut Krautreporter ist die Finanzierung des Videoportals dank einer Förderung durch das Medieninnovationszentrum Babelsberg für die nächsten zwei Monate gesichert. Was danach passiert, ist noch unklar. Die Macher suchen noch Unterstützer. Das eigentliche publizistische Projekt Krautreporter soll seit vergangenem Jahr eigentlich kostenpflichtig sein, so kündigten es die Macher zumindest an. Die Artikel sind aber immer noch für alle zu lesen. Viele Kommentatoren, darunter auch HORIZONT-Online-Chefredakteur Volker Schütz, prophezeiten dem Projekt vor wenigen Monaten den Schritt in die Bedeutungslosigkeit.


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