Yahoo-Deutschlandchef Steffen Hopf "Displaywerbung wird in Mobile einen leichten und schnellen Tod sterben"

Donnerstag, 11. September 2014
Yahoo-Mann Steffen Hopf (l.) im Interview mit HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz
Yahoo-Mann Steffen Hopf (l.) im Interview mit HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz
Foto: Hans-Jürgen Herrmann
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Steffen Hopf Yahoo! Inc. Dmexco Displaywerbung Advertising


"Wenn wir in den nächsten Monaten genau das machen, über das wir heute reden, dann haben wir bei der Dmexco 2015 richtig gute Geschichten zu erzählen." Im Gespräch mit HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz redete Yahoo-Deutschlandchef Steffen Hopf vor allem über Mobile und Native Advertising - Themen, mit denen der Internetkonzern zu alter Stärke zurückfinden will. "Alles, was wir machen, unterwerfen wir diesem Credo", sagte Hopf am zweiten Tag der Dmexco in Köln.

Dabei bedingt ein Schwerpunktthema das andere: Ist es doch vor allem Native Advertising, das bei Yahoo endlich dafür sorgen soll, auch den mobilen Bereich zu monetarisieren. Schon jetzt liege der Anteil der inhaltegetriebenen Werbeform am gesamten Online-Werbeumsatz im zweistelligen Prozentbereich, Tendenz steigend. Denn dass Displaywerbung dort nicht funktioniert, scheint mittlerweile klar: "Die User sind einfach nicht zufrieden. Deshalb wird Displaywerbung in Mobile einen leichten und schnellen Tod sterben."

Ein Selbstläufer ist Native Advertising dabei längst nicht. Zum einen sei das Verständnis davon noch relativ nebulös, zum anderen seien die Grenzen zu Content Marketing noch immer nicht klar gezogen, so Hopf weiter. Während Letzteres als Strategie des Kunden verstanden werden müsse, nicht auf klassische Werbung, sondern auf Inhalte zu setzen, sei Native Advertising eher eine Art Tool und zusätzliches Werbeformat, für das die Akzeptanz der Yahoo-User schon jetzt sehr hoch sei. "Wenn Native Advertising gut und richtig gemacht ist, kann es sehr wohl positiv auf die Wahrnehmung und die Akzeptanz einer Marke einzahlen", betonte der Yahoo-Manager. "In der Grauzone der Schleichwerbung dürfen wir uns damit natürlich nicht bewegen."

Wie die meisten seiner Online-Kollegen hofft auch Hopf bei der Etablierung von Native Advertising auf Unterstützung aus dem Markt: "Je mehr Publisher auf den Zug aufspringen, desto mehr Auswahl hat der Kunde, und desto größere Budgets fließen auch ins Native Advertising." kl

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