Yahoo Anzeigenerlöse sinken weiter

Mittwoch, 29. Januar 2014
Yahoo-CEO Marissa Mayer (Bild: Yahoo)
Yahoo-CEO Marissa Mayer (Bild: Yahoo)


Bei Yahoo läuft es nach wie vor nicht rund: Im 4. Quartal 2013 ging der Gesamtumsatz des Unternehmens erneut zurück. Besonders das Geschäft mit Werbeanzeigen schwächelt weiter. Das Nettoergebnis kann Yahoo trotzdem steigern - vor allem, weil die China-Tochter Alibaba boomt. Im 4. Quartal 2013 fiel der Gesamtumsatz des Unternehmens um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 1,3 Milliarden Dollar, das operative Ergebnis schrumpfte um 8 Prozent. Beim Nettoergebnis steht dann plötzlich ein sattes Plus von 28 Prozent. Grund hierfür sind Kostensenkungen und die gute Performance der chinesischen Konzerntochter Alibaba, einer B2B-Handelsplattform. Yahoo hält 20 Prozent an dem Unternehmen. Die Börse reagierte enttäuscht auf die Vorstellung der Quartalszahlen, zeitweise fiel die Yahoo-Aktie um bis zu 4 Prozent.

Größter Problembereich von Yahoo dürfte das Werbegschäft sein. Die Einnahmen aus Display-Werbung betrugen im Q4 des zurückliegenden Jahres 491 Millionen Dollar, im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 6 Prozent. Im gesamten Jahr verdiente Yahoo mit Online-Anzeigen 1,737 Milliarden US-Dollar und damit 9 Prozent weniger als 2012. Bei den Konkurrenten Google und Facebook hingegen sprudeln die Werbeinnahmen.

Konzernchefin Marissa Mayer ist es bislang noch nicht gelungen, in diesem Bereich das Ruder herumzureißen. Vielmehr musste sie auf dem Weg zum Turnaround zuletzt eine herbe Niederlage eingestehen: COO Henrique de Castro, Ende 2012 für viel Geld von Mayers Ex-Arbeitgeber Google, weggekauft, musste wieder gehen. Auch dem mit großen Erwartungen gestarteten Manager war es nicht gelungen, das Anzeigengeschäft anzukurbeln.

Dennoch gibt sich Mayer optimistisch: "Yahoos Performance im Q4 und in 2013 macht mir Mut", lässt sich die CEO in der Pressemitteilung zur Quartalsbilanz zitieren. "Unsere Investitionen erlauben es uns, unseren Nutzern wunderbare neue Produkte anzubieten und ein starkes Fundament für Wachstum zu legen." ire
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