Y-Titty Vermarkter Mediakraft weist Vorwurf der Schleichwerbung zurück

Mittwoch, 26. März 2014
Matthias Roll, Oguz Yilmaz und Philipp Laude (v.l.) sind Y-Titty (Foto: Mediakraft)
Matthias Roll, Oguz Yilmaz und Philipp Laude (v.l.) sind Y-Titty (Foto: Mediakraft)


Deutschlands größte Youtube-Stars Y-Titty sind ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Im Raum steht der Vorwurf der Schleichwerbung. Das Künstlertrio hätte allzu offensichtlich Produkte der Marken Samsung, McDonalds und Coca-Cola präsentiert, ohne dies ausreichend als kommerzielle Zusammenarbeit mit den Firmen zu kennzeichnen. So lauten die Vorwürfe des ARD-Politikmagazins "Report Mainz", die den ganzen Fall ins Rollen gebracht hat.
Mediakraft, das Vermarktungsunternehmen von Y-Titty, erklärt dazu gegenüber HORIZONT.NET: "An dem Vorwurf der Schleichwerbung ist nichts dran. Nach unseren Informationen gibt es kein Verfahren gegen Y-Titty bei den zuständigen Landesmedienanstalten." Ein ausführlicheres Statement dazu soll noch im Laufe des Tages folgen. Erst vor zwei Wochen erklärte Mediakraft-CEO Spartacus Olssen im exklusiven HORIZONT-Interview, Mediakraft sei sehr daran interessiert, Branded-Content-Konzepte im Schulterschluss mit seinen Youtube-Stars, Agenturen und Unternehmen zu entwickeln. Jetzt steht die Frage im Raum: Wo hört Branded Content auf, wo fängt Schleichwerbung an und wie genau muss das in erfolgreichen Youtube-Videos kenntlich gemacht werden?

HORIZONT.NET hat dazu die für die Überwachung von Mediakraft zuständige Bezirksregierung Mittelfranken angefragt. Angeblich hat diese Behörde ein Prüfungsverfahren gegen Y-Titty eingeleitet, weil sie die Art und Weise der Produktdarstellung kritisch sieht. Die Bezirksregierung will sich ebenso wie Mediakraft selbst im Laufe des Tages zu dem Fall äußern.

Neben CEO Olssen gehört übrigens auch Y-Titty-Star Philipp Laude zu den Gründern von Mediakraft, das in Europa immer mehr an Größe gewinnt. Kommerzielle Interessen verhehlen die Mediakraft-Manager keineswegs. Letzteres ist auch ein Grund, weshalb Mediakraft und sein US-Pendant Maker Studios, dass gerade von Disney gekauft wurde, immer wieder in die Kritik geraten. Die Youtube-Szene wirft diesen Unternehmen die Kommerzialisierung des Youtube-Systems und die Ausbeutung der Videokünstler vor. bu
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