Wunderlist Microsoft integriert App von 6Wunderkind in Outlook

Freitag, 19. Februar 2016
In Outlook kann man ab sofort Mails in To-Do-Listen umwandeln
In Outlook kann man ab sofort Mails in To-Do-Listen umwandeln
Foto: Screenshot Microsoft

Das war abzusehen: Ab sofort ist die To-Do-Applikation Wunderlist ein fester Bestandteil von Microsoft Outlook. Das Add-in ist eine Entwicklung des Berliner Startups 6Wunderkind. Der Internetriese Microsoft hatte das junge Unternehmen im vergangenen Jahr für etwa 200 Millionen US-Dollar gekauft.
Wunderlist soll dabei helfen, den E-Mail-Posteingang übersichtlicher zu gestalten, indem etwa Mails in konkrete To-Do's umgewandelt werden. Dafür bietet Outlook nun nach dem Öffnen einer Mail den sogenannten Wunderlist-Button, der den Betreff in einen Aufgabennamen und den Textinhalt in eine Notiz übersetzt. Die To-Do-Listen können zudem auch mit ein paar Klicks in Teams verteilt werden. Das Add-in ist für alle Abonnenten von Office 365 über den Office Store verfügbar. Für Nutzer des Webmail-Services Outlook.com wird Microsoft in Kürze eine neue Version ausrollen, die dann bereits von Haus aus mit dem Wunderlist-Button ausgestattet ist.
"Die Möglichkeit, aus E-Mails auf einfachem Wege Aufgaben zu generieren, stand auf der Wunschliste der Office-Anwender ganz oben", kommentiert Peter Fischer, bei Microsoft verantwortlich für das Office Geschäft. "Mit der Integration von Wunderlist in Outlook bringen wir zwei Produktivitätsanwendungen der modernen Wissensarbeit zusammen. Den Anwendern entsteht ein deutliches Plus bei der Übersicht im Posteingang und gleichzeitig fördern wir die Zusammenarbeit in Teams."

6Wunderkinder gilt als eines der bislang erfolgreichsten Unternehmen aus der Berliner Startup-Szene. Gegründet wurde es Anfang 2011 unter anderem von Christian Reber. Das Unternehmen entwickelt cloud-basierte Anwendungen, die sowohl auf stationären als auch mobilen Geräten laufen. Es handelt sich dabei um einfach zu bedienende Management-Tools, die sich online synchronisieren lassen. Dadurch hat der Nutzer jederzeit die Möglichkeit, darauf zuzugreifen und es zu aktualisieren. Mit der Übernahme will Microsoft laut Wall-Street-Journal (Paid) vor allem sein mobiles Profil weiter schärfen. Vor einem Jahr hat Microsoft bereits den mobilen E-Mail-Dienstleister Acompli gekauft, im Februar verleibte sich das Unternehmen den mobilen Kalender-App-Hersteller Sunrise Atelier ein. ron
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