Wort des Jahres 2013 "GroKo" vor "Protz-Bischof"

Freitag, 13. Dezember 2013
"GroKo" klingt wie Kroko - daher die Illustration bie der GfdS (Bild: Screenshot)
"GroKo" klingt wie Kroko - daher die Illustration bie der GfdS (Bild: Screenshot)
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CDU CSU SPD GfdS Große Koalition Abkürzung


Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat das Wort des Jahres 2013 bekannt gegeben: Auf Platz wählte die Jury ein Wort, das eigentlich gar keines ist, sondern nur eine Abkürzung: "GroKo" - die Abkürzung für Große Koalition aus CDU/CSU und SPD ist besonders in sozialen Netzwerken in Gebrauch. "Das Wort zeigt in seinem Anklang an 'Kroko' bzw. 'Krokodil' eine halb spöttische Haltung gegenüber der sehr wahrscheinlichen Koalition aus CDU/CSU und SPD auf Bundesebene und hat die Presse bereits zu neuen Bildungen wie GroKo-Deal animiert", begründet die GfdS ihre Entscheidung. Hier die komplette Rangliste, Erklärungen zu den jeweiligen Begriffen liefert die GfdS auf ihrer Website:

1. GroKo
2. Protz-Bischof
3. Armutseinwanderung
4. Zinsschmelze
5. Big Data
6. Ausschließeritis
7. Generation Sandsack
8. Ausländermaut
9. falsche Neun
10. "Freund hört mit"

Insgesamt wählte die Jury, die sich aus dem Hauptvorstand sowie den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft zusammensetzt, aus knapp 2500 Belegen "jene zehn Wörter und Wendungen, die den öffentlichen Diskurs des Jahres wesentlich geprägt und das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sprachlich in besonderer Weise begleitet haben." Dabei sei nicht Häufigkeit in der Verwendung entscheidend, sondern die Popularität oder Signifikanz eines Ausdrucks, so die Jury. "Auf diese Weise stellen die Wörter eine sprachliche Jahreschronik dar, ihre Auswahl ist dabei jedoch mit keinerlei Wertung oder Empfehlung verbunden." ire
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