"World Post" Huffington und Berggruen kündigen Elite-Nachrichtenseite an

Donnerstag, 09. Januar 2014
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Rund drei Monate nach dem Launch der deutschen "Huffington Post" arbeitet Gründerin Arianna Huffington bereits wieder an einem neuen ambitionierten Projekt: Wie der Guardian berichtet, steht der Launch der Nachrichtenseite "World Post" kurz bevor. Die Kommentar- und News-Seite für reiche und mächtige Menschen soll im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos (22. bis 25. Januar) an den Start gehen. "World Post" ist ein Joint-Venture zwischen dem "Huffington Post"-Besitzer AOL und dem Investor Nicolas Berggruen, beide Parteien halten 50 Prozent der Anteile. Berggruen, in Deutschland durch die Übernahme der insolventen Karstadt-Fililalen im Jahr 2010 bekannt geworden, will mit der Seite Profit machen. Sollte dies nicht gelingen, werde man das Portal aber dennoch unterstützen. "World Post" wird eine unabhängige Nachrichtenseite werden, gleichzeitig aber auch das "World" gennante Auslandsressort der internationalen "Huffington Post"-Ausgabe ersetzen. Die "HuffPo" kümmert sich auch um die Vermarktung.

Zur anfänglichen Redaktionsleitung gehören neben Huffington und Berggruen einige Größen des weltweiten Journalismus, darunter "El País"-Gründer Juan Luis Cebrian, Dileep Padgaonkar ("Times of India") und Yoichi Funabashi, ehemaliger Chefredakteur der mit rund acht Millionen Auflage zweitgrößten japanischen Zeitung "Asahi Shimbun".

Mitarbeiter der "World Post" sollen unter anderem Bill Gates, Google-Chef Eric Schmidt und Großbritanniens Ex-Premier Tony Blair werden. Berggruen und Huffington betonen aber, mit der Seite nicht nur eine Plattform für die Weltelite schaffen zu wollen. So könne es sein, dass Staatsoberhäupter und Unternehmer direkt neben einem Arbeitslosen aus Spanien und einem Student aus Brasilien schreiben. fam
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