Wirtschaftsmagazin NZZ zeigt Interesse an "Brand Eins"

Mittwoch, 26. November 2014
Das Wirtschftsmagazin soll 25 Millionen Euro kosten
Das Wirtschftsmagazin soll 25 Millionen Euro kosten
Foto: Foto: brand eins

Die Beteiligungsgesellschaft BMP Media Investors sucht weiter nach einem Käufer für ihre Anteile an dem Wirtschaftsmagazin "Brand Eins". Ein ernsthafter Interessent ist offenbar der Verlag der "Neuen Zürcher Zeitung" (NZZ). Der Verlag dementiert allerdings konkrete Kaufverhandlungen.
BMP verhandelt momentan nach eigenen Angaben mit einem Medienunternehmen über seinen Anteil an "Brand Eins". Die Berliner Beteiligungsgesellschaft hält derzeit 35,36 Prozent an der Brand Eins Medien AG. Größter Anteilseigner ist der Gründer der Drogeriekette DM, Götz Werner, der 43 Prozent der Anteile hält, Chefredakteurin Gabriele Fischer gehören 9 Prozent des Wirtschaftsmagazin. Als möglicher Interessent gilt die "Neue Zürcher Zeitung". Der Verlag dementierte auf Anfrage allerdings konkrete Verkaufsverhandlungen. Nach Informationen der "FAZ" haben beide Seiten zwar Gespräche geführt, diese seien aber ins Stocken geraten. Als problematisch erweisen sich bei den Gesprächen offenbar die Mehrheitsverhältnisse bei dem Magazin. "Eines ist klar: Wenn ein Medienhaus reinkommt, dann wird mit Sicherheit langfristig die Mehrheit angestrebt", sagte BMP-Vorstand Oliver Borrmann der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Für einen Käufer wird also entscheidend sein, ob die anderen Eigentümer einer Verkaufsoption zustimmen würden, oder umgekehrt bereit wären, einem neuen Gesellschafter seine Anteile wieder abzunehmen. Der "Spiegel" hatte kürzlich berichtet, dass vor allem die Preisvorstellungen der "Brand Eins"-Eigner und möglicher Interessenten noch weit auseinander liegen. Angeblich schwebt den jetzigen Besitzern ein Kaufpreis in Höhe von 25 Millionen Euro vor. "Für einen einstelligen Millionenbetrag werden wir jedenfalls nicht verkaufen. Wir haben keinen Druck", zitierte der "Spiegel" Chefredakteurin Fischer. dh
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