"Wired" Condé Nasts Kompass für die digitale Welt

Freitag, 17. Oktober 2014
Zum Start ein Star: "Wired"-Chefredakteur Nikolaus Röttger und Joachim Hentschel interviewen Google-Boss Eric Schmidt
Zum Start ein Star: "Wired"-Chefredakteur Nikolaus Röttger und Joachim Hentschel interviewen Google-Boss Eric Schmidt
Foto: Bild: Condé Nast

Das Herzblut von Condé-Nast-Chef Moritz von Laffert und die Hoffnungen der Digital-Avantgarde: Die deutsche "Wired", die der Münchner Verlag nach diversen Testausgaben und einer sechs Monate langen Entwicklungsphase am Donnerstagabend in Berlin vorgestellt hat, will beides vereinen - Leidenschaft und Anspruch. In der ersten Printausgabe, die ab Dienstag, 21. Oktober, am Kiosk steht, gelingt das schon ganz gut. Leser, die das ähnlich sehen, können online noch mehr Technologie und Ideen finden - und "Wired"-Mitglied werden.
Mit dem Membership-Modell löst sich Condé Nast bei seinem Digitalmagazin von der klassischen Abonnementsystematik. Die Idee folgt dem Prinzip "Anything, anytime, anywhere": Mitglieder bekommen "Wired" als Magazin direkt nach Hause und können jederzeit auch auf Wired.de die Geschichten der gedruckten Ausgabe lesen, teilweise schon vor dem eigentlichen Erscheinungstag. Zusätzlich gibt es online exklusive Multimedia-Reportagen, News und Hintergrundartikel, die die User wiederum für Freunde freischalten können. Die "Wired"+-Mitgliedschaft hat ihren Preis: Für 45 Euro im Jahr (die Guest Membership für drei Ausgaben gibt es für 13,50 Euro) gibt es außerdem bevorzugte Einladungen und Konditionen für Konferenzen und Workshops. Das Membership-Modell ist Teil einer mehrteiligen Erlösstrategie für "Wired". Zusätzlich dazu und neben der klassischen Werbevermarktung soll ein Schwerpunkt auf Veranstaltungen und dem Thema Weiterbildung liegen, sagt Publisher André Pollmann: "Wired soll für die Leser weit über das Redaktionelle hinaus zum Kompass für die Welt im Wandel werden." Nicht nur leere Worte, den dazu passenden Deal verkündete Condé Nast am Donnerstag gleich mit. Zusammen mit dem schwedischen Schulungsinstitut Hyper Island, das international als "Digitales Harvard" gilt, will "Wired" ab 2015 erstmals auch in Deutschland maßgeschneiderte und offene Kurse anbieten, die speziell auf die digitalen Aspekte des unternehmerischen Wandels vorbereiten. Für den Aufbau des Geschäftsbereichs Konferenzen ist fortan Ole Tillmann als Moderator & Strategic Consultant verantwortlich.

Die erste Ausgabe von "Wired" Deutschland liegt ab Dienstag am Kiosk
Die erste Ausgabe von "Wired" Deutschland liegt ab Dienstag am Kiosk (Bild: Bild: Condé Nast)
Maßgeblich für den Erfolg der Marke wird ab nächster Woche jedoch die gedruckte Ausgabe sein, die die Leser unter anderem mit einem Interview mit Google-Boss Eric Schmidt oder einer Reportage über den Gründer Ijad Madisch, der von Berlin aus das wohl mächtigste Wissenschaftsnetzwerk der Welt entwickelt hat, überzeugen will. "Wired" erscheint ab Dienstag zehnmal jährlich als Magazin in einer Druckauflage von 120.000 Exemplaren. Der Copypreis liegt bei 4,50 Euro. kl
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