Werbewirkung Google führt neue Instrumente zur Kampagnen-Messung ein

Montag, 20. März 2017
Google AdWords sind ein beliebtes Online-Marketing-Tool
Google AdWords sind ein beliebtes Online-Marketing-Tool
Foto: Laurentiu Iordache / Colourbox

Google will im Kampf um Werbebudgets punkten und versorgt Werbungtreibende künftig mit zusätzliche Kennzahlen zur Auswertung ihrer Kampagnen: Neben geräteübergreifender Reichweitenmessung führt das Unternehmen auch eine neue Metrik zur Messung der Sehdauer von Werbevideos ein.
Das neue Adwords-Tool Unique Reach soll Werbungtreibende mit Erkenntnissen darüber versorgen, wie viele Nutzer bzw. Impressions per Nutzer eine Werbung über mehrere Screens hinweg erreicht hat: "Mit diesem Update können Sie die Anzahl von Unique Users und die durchschnittliche Anzahl der Seitenaufrufe je Nutzer auf allen Geräten, Oberflächen und Plattformen sehen", schreibt Youtube-Managerin Debbie Weinstein in einem Blogbeitrag.
Doch Reichweite sei nicht alles, wie Weinstein erklärt: Um zu wissen, ob eine Kampagne beim Nutzer auch ankommt, komme es auch auf die Sehdauer an. Deshalb können Werbekunden künftig die Sehdauer für Werbevideos während eines Youtube-Videos und an dessen Anfang (In-Stream- und Bumper-Ads) ausweisen lassen.

Damit stockt Google das Portfolio an Mess-Metriken deutlich auf. Bereits jetzt versorgt das Unternehmen Youtube-Kunden mit Kennzahlen zur Sicht- und Hörbarkeit von Bewegtbild-Kampagnen. Demnach lag die Viewability von Youtube-Kampagnen zuletzt bei 93 Prozent, während im gesamten Web 66 Prozent der Bewegtbild-Kampagnen gesehen wurden. 95 Prozent der Werbevideos würden zudem mit Sound abgespielt.
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Bild: BBDO/Delia Baum

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Die Updates kommen zu einer Zeit, da Google und Youtube stark unter Druck stehen: Mehrere Unternehmen, die britische Regierung und die Mediaagentur Havas haben Werbung bei Google und Youtube ausgesetzt, nachdem diese in extremistischen Umfeldern zu sehen war. Google will nun bessere Instrumente zur Umfeldsicherheit bereitstellen.

Googles Angebot an Werbungtreibende wirft auch ein weiteres Schlaglicht auf die Debatte unter Kunden und Vermarktern über die Werbewirkung auf Digitalplattformen wie Facebook und Youtube. Erst kürzlich sah sich Facebook aufgrund einer Werbewirkungsstudie heftigen Angriffen aus dem Lager der TV-Vermarkter ausgesetzt und wurde sogar der Manipulation und der Irreführung bezichtigt. Inzwischen hat das Unternehmen auf die Kritik reagiert. ire
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