Werbewirkung Kleinere Verlage prüfen AIM-Nachfolgestudie

Donnerstag, 15. Januar 2015
Steigt aus der Studie AIM aus: "Spiegel"-Vermarktungschef Norbert Facklam
Steigt aus der Studie AIM aus: "Spiegel"-Vermarktungschef Norbert Facklam
Foto: Spiegel Verlag

Beim neuen Anlauf, eine gemeinsame Werbewirkungsforschung für Zeitschriften zu etablieren, stoßen die nun federführenden Großverlage bisher auf weniger Interesse als erhofft. So wenden sich Spiegel-Verlag und Olympia Verlag ("Kicker") vom Projekt ab; andere zögern und verhandeln noch.

Zur Erinnerung: Ende 2014 hat sich der Verein Ad Impact Monitor (AIM), über den elf Häuser ihre Forschung organisiert hatten, aufgelöst. Ab diesem Jahr wollen Axel Springer, Burda, G+J und Bauer die Aktivitäten übernehmen, und zwar über ihre Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung, die bereits erfolgreich die Markt-Media-Studie "Best for Planning" (B4P) betreibt. Die anderen Verlage, so auch die übrigen acht bisherigen AIM-Mitglieder, können und sollen Lizenzen erwerben, wie bei B4P.

Doch nicht alle AIM-Gründer machen mit. Man wolle sich stärker auf das Zusammenwirken von journalistischer Qualität und höherer Werbewirkung konzentrieren, und das in allen Kanälen, sagt "Spiegel"-Vermarktungschef Norbert Facklam: "Diese für uns strategischen Zielsetzungen hätten wir mit einer stark auf das Print-Gattungsmarketing ausgerichteten Wirkungsstudie nicht umsetzen können." Der Olympia Verlag begründet den Verzicht mit "nachhaltig veränderten Rahmenparametern" durch die Übernahme der Großverlage, so Vermarktungsboss Martin Schumacher.

Der ADAC-Verlag, dessen Chef sogar AIM-Vorstand war, sowie IQ Media Marketing, Klambt, Funke und der Zeit-Verlag prüfen das Thema noch. Allein die Motor Presse Stuttgart hat sich bereits für einen Lizenzerwerb entschieden. rp

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