Werbevermarktung G+J übernimmt Anzeigenabwicklung für den "Spiegel"

Mittwoch, 23. November 2016
Spiegel-Zentrale in der Hamburger Hafencity
Spiegel-Zentrale in der Hamburger Hafencity
© Foto: Spiegel Gruppe
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Der Spiegel G+j G+J Vermarktungsmandat EMS Anzeigenabwicklung


Neugeschäft: Nach der Übernahme des Vermarktungsmandats der Medweth-Gruppe ("Madame", "Jolie") ab 2017 hat Gruner + Jahrs Werbesparte G+J EMS nun einen weiteren Prestigeauftrag an Land gezogen: Nach HORIZONT-Informationen wird man ab Sommer 2017 die Anzeigendisposition und das Ad Management für den Spiegel-Verlag übernehmen. Weder beim "Spiegel" noch bei G+J möchte man dies kommentieren.

Bekannt war, dass der "Spiegel" diese Funktionen ausgliedern will; 14 Vollzeitstellen fallen dadurch in der Vermarktungssparte Spiegel QC weg. Fünf Verlage und Dienstleister hatten sich um den Auftrag beworben – darunter neben G+J EMS auch Burdas Ende 2015 outgesourcte Firma Ad Tech Factory. Seitdem sucht Burdas Dispositions-Dienstleister, der sich unter anderem mit Hoffnungen auf den "Spiegel"-Auftrag auch ein Büro in Hamburg gegönnt hat, nach externen Mandanten und Mitgesellschaftern.

Beim "Spiegel"-Auftrag muss man wissen, dass G+J mit 25,5 Prozent am "Spiegel" beteiligt ist. Dass der Großverlag nun Gesellschafterdruck ausgeübt hat, ist dennoch unwahrscheinlich: Denn der "Spiegel" gehört mehrheitlich seinen Mitarbeitern und hat erst jüngst bei der Vergabe seines Content-Widget-Auftrags an Outbrain (und eben nicht an die G+J-Tochter Ligatus) einen eigenen Kopf bewiesen.

Möglich ist indes, dass G+J EMS politisch niedrige Dienstleistungspreise geboten hat, um mit der "Spiegel"-Vermarktung ins Geschäft zu kommen und, so wohl die Hoffnung, diese eines Tages ganz übernehmen zu können. Mehr zu den Themen Größe und Allianzen in der Verlagsvermarktung lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 47/2016 vom 24. November. rp

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