Werbemarktprognose JOM rechnet für 2015 mit 1,5 Prozent plus

Mittwoch, 07. Januar 2015
JOM-Geschäftsführer Michael Jäschke
JOM-Geschäftsführer Michael Jäschke
Foto: JOM

Nach den großen Mediaagenturen Zenith und Mindshare veröffentlicht nun auch JOM Jäschke Operational Media eine Prognose für 2015. Für die gesamten Netto-Werbeausgaben in Deutschland rechnet die Hamburger Agentur mit einem Wachstum von 1,2 Prozent - und damit etwas weniger als 2014. Für das vergangene Jahr kommt JOM auf ein Plus von 1,5 Prozent.
JOM bewegt sich damit in einem ähnlichen Zuwachs wie Zenith. Die Agentur hatte bereits Anfang Dezember ihre Prognose veröffentlicht. Zenith rechnet mit einem Plus von 1,3 Prozent. Mindshare geht in seiner ebenfalls Anfang Dezember publizierten Prognose dagegen nur von einem Wachstum von 0,2 Prozent, möglicherweise aber auch von einem Rückgang von bis zu 2 Prozent aus.
Christof Baron
Bild: Mindshare

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Der große Treiber wird laut JOM Online-Video sein. Die Werbeausgaben auf Youtube und Co werden sich danach 2015 verdoppeln und erstmals über 200 Millionen Euro liegen. Auch Mobile wird 2015 voraussichtlich die 200-Millionen-Euro-Grenze überschreiten. Lineares TV, das 2014 mit voraussichtlich um die 3 Prozent relativ stark wachsen konnte, wird dagegen dieses Jahr stabil bleiben. Für die anderen klassischen Medien, vor allem die gedruckten, ist JOM skeptisch. Vor allem Tageszeitungen, Zeitschriften und Werbesendungen werden wie schon in den Vorjahren verlieren.

„Wir erleben eine verstärkte Verlagerung der Investitionen aus bezahlten Werbeumfeldern hinein in Social-Media oder Content-Marketing.“
Michael Jäschke
JOM schließt in die Prognose auch Content Marketing und Social Media mit ein. Beide werden um circa ein Fünftel steigen und damit zum Wachstumstreiber für den Gesamtmartkt. "Wir erleben eine verstärkte Verlagerung der Investitionen aus bezahlten Werbeumfeldern hinein in Social-Media oder Content-Marketing", begründet JOM-Geschäftsführer Michael Jäschke die Einbeziehung der beiden Bereiche. Der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) klammert beide Formen noch aus. Auch das milliardenschwere Search-Geschäft taucht nicht in der Statistik des Verbands auf. pap
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