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Stefan Kuhlow.
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Werbe Weischer So sieht CEO Stefan Kuhlow die Zukunft der Kinovermarktung in 2018

Stefan Kuhlow.
Welche Pläne und Hürden gibt es für die Kinovermarktung 2018? Werden sportliche Großereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft und Olympia dafür sorgen, dass in diesem Jahr weniger Menschen ins Kino gehen? HORIZONT Online hat Werbe-Weischer-CEO Stefan Kuhlow gefragt, wie es um die Werbekonjunktur 2018 steht.
von HORIZONT Online, Montag, 05. Februar 2018
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    Bei welchem Thema besteht 2018 aus Ihrer Sicht der größte Handlungsbedarf für Ihre Gattung und aus welchen Gründen? Das vergangene Jahr zählt zu den erfolgreichsten Jahren der Werbe-Weischer-Firmengeschichte. Kino ist so gefragt wie lange nicht, darauf lassen allein schon die Nielsen-Zahlen schließen: Von Mobile und Out of Home einmal abgesehen weist keine andere Mediengattung so hohe Zuwächse auf wie wir. Das zeigt, dass sich Kino im Bewegtbild-Mix etabliert hat, viele Kunden haben die Qualität des Kanals erkannt. Jetzt müssen wir daran arbeiten, dass diese Botschaft auch bei den Werbungtreibenden ankommt, dies sich auf der Leinwand bislang noch rar machen. Der Handel könnte hierfür als Blaupause dienen. Er zählte lange zu den Kunden, die eher selten im Kino warben. Inzwischen ist die Zahl der Handels-Kampagnen stark gewachsen, weil die ersten Kunden von den Erfolgen ihrer Kampagne geradezu überwältigt waren.
    „Ein immer wieder kehrendes Vorurteil lautet ja: In einem Sportjahr mit Fußball-WM und Olympia gehen weniger Menschen ins Kino. Tatsächlich ist diese Annahme so falsch wie die, es könne auch keine Fußball-WM ohne Italien und Holland stattfinden. “
    Stefan Kuhlow
    Was sind speziell für Ihr Unternehmen die größten Herausforderungen in Bezug auf die Vermarktung? In diesem Jahr werden wir bei Werbe Weischer die Offline- mit der Online-Welt vereinen. Wir werden schon beim Ticketkauf analysieren, welche Besucher ins Kino gehen und sich gleich den Film ansehen. Damit werden die Werbungtreibenden in die Lage versetzt, dass sie wissen, welche Zielgruppe sie ansprechen, bevor diese im Kinosaal sitzen und dort das Licht ausgeht. Trotz dieser Innovation, um die uns andere Medien bereits beneiden, werden wir gleichzeitig auch eine Qualitätsdebatte führen, die angesichts der viel zitierten "Digitalen Besoffenheit" in den Hintergrund zu geraten droht. Denn im Kern sollte es bei allen Maßnahmen ja immer um die Frage gehen: Was kann ein Medium effektiv zum Erfolg einer Kampagne beitragen? Auf diesen Diskurs freuen wir uns. Denn Kino kann hier eine Menge guter Antworten geben.

    Welche Erwartungen haben Sie an die Entwicklung der Werbekonjunktur im Jahr 2018 – allgemein sowie in Bezug auf Ihre Gattung beziehungsweise auf Ihr Unternehmen? Ein immer wiederkehrendes Vorurteil lautet ja: In einem Sportjahr mit Fußball-WM und Olympia gehen weniger Menschen ins Kino. Tatsächlich ist diese Annahme so falsch wie die, es könne auch keine Fußball-WM ohne Italien und Holland stattfinden. Der Erfolg eines Kinojahres hängt maßgeblich von den kommenden Blockbustern ab und da sind wir für 2018 sehr zuversichtlich. Denn es gibt über das ganze Jahr verteilt ein hoch interessantes Film Line-Up. Besonders die Prognosen für die diversen Sequels sind viel versprechend. Davon werden unsere Kunden profitieren.
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