"Welt Online" 2,5 Millionen Zugriffe auf News von Paul Walkers Tod

Montag, 02. Dezember 2013
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Eine dramatische Meldung ist zum meistgelesenen Artikel aller Zeiten auf "Welt Online" geworden: Wie Chefredakteur Jan-Eric Peters via Facebook mitteilte, ist der Text von Redakteur Johannes Wiedemann zum Unfalltod des US-Schauspielers Paul Walker ("The fast and the furious") an einem Tag fast 2,5 Millionen Mal angeklickt worden. Der Erfolg bestätigt auch eine im Frühling getroffene Entscheidung.


Es ist eine Geschichte von tragischer Ironie: Paul Walker hatte 2001 in dem Actionfilm "The fast and the furious" Weltruhm erlangt und seitdem in vier weiteren Folgen der Reihe mitgespielt, in der schnelle Autos stets zur Handlung gehörten. Nun starb der 40-Jährige bei einem Unfall mit einem Porsche Carrera GT. Das Auto, in dem Walker als Beifahrer saß, soll zuvor zu schnell unterwegs gewesen sein.

"Welt"-Redakteur Johannes Wiedemann entdeckte die Meldung des Portals "TMZ.com" zu dem Unfall und verarbeitete die News für das Online-Portal der Zeitung. Am standen standen 2,5 Millionen Klicks an einem Tag. Laut Chefredakteur Peters sollen mehr als 600.000 Leser allein über Facebook gekommen sein. "Die große Zahl an Lesern hat es durch die vielen Empfehlungen in den sozialen Netzwerken gegeben, und weil viele über Google zu uns gekommen sind. Oder anders ausgedrückt: Weil sich schlicht und einfach so viele Menschen für diese Nachricht interessiert haben", führt Peters unter seinem Posting weiter aus.

Auch wenn der Erfolg im Zusammenhang mit dem Tod eines Menschen steht und damit einen traurigen Beigeschmack bekommt: Der "Welt" zeigt dies, dass man etwas richtig gemacht haben muss. Denn Wiedemann schrieb die Meldung nicht von der heimische Redaktion in Berlin aus. Der Journalist besetzt derzeit das kürzlich gegründete "Welt"-Büro in Sydney, von wo aus man auch Nachrichten produzieren will, während in Deutschland tiefste Nacht herrscht. ire
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