Weichen für die Zukunft Hubert Burda Media Gruppe bekommt europäische Rechtsform

Dienstag, 04. Juli 2017
Hubert Burda mit seinen Kindern Jacob und Elisabeth
Hubert Burda mit seinen Kindern Jacob und Elisabeth
Foto: Hubert Burda Media

Die Hubert Burda Media Gruppe bekommt eine neue Struktur. Für die Geschäftsleitung des Konzerns ist künftig eine Europäische Aktiengesellschaft (lateinisch: Societas Europaea, deshalb abgekürzt SE) zuständig. Sitz der SE ist Offenburg, teilt das Medienunternehmen am Dienstag mit. Die neue europäische Rechtsform trage den zunehmend internationalen Geschäften Rechnung. Zum Verwaltungsrat der SE gehören neben dem Verleger Hubert Burda auch dessen Kinder Jacob Burda und Elisabeth Furtwängler. Den Vorsitz des Verwaltungsrats übernimmt Paul-Bernhard Kallen, der Vorstandsvorsitzende der Hubert Burda Media Holding KG.
"Mit dem Beitritt einer SE in die konzernleitende Holding KG haben wir eine sehr gute Lösung für die Zukunft geschaffen", sagt Hubert Burda. "Paul-Bernhard Kallen ist eine Unternehmerpersönlichkeit an der Spitze, die einerseits die erforderliche Kontinuität gewährleistet und andererseits die Transformation unserer Geschäfte entschieden vorantreibt. Ich freue mich sehr, dass wir ihn langfristig binden konnten und dadurch die notwendige Stabilität für die nächste Dekade geschaffen haben. Ich habe größtes Vertrauen, dass meine Kinder einmal ein sehr gut aufgestelltes, innovatives und zukunftsfähiges Unternehmen übernehmen werden." Das Medienunternehmen ("Focus", "Bunte", "Chip", "Freundin", "Xing") mit rund 10.400 Mitarbeitern bleibt den Angaben zufolge zu 100 Prozent im Familienbesitz. Die Gesellschaftsanteile liegen zu je knapp 37,5 Prozent bei Jacob Burda und Elisabeth Furtwängler und zu etwa 25,1 Prozent bei Hubert Burda. Der Umsatz der Hubert Burda Media lag im vergangenen Jahr bei 2,25 Milliarden Euro.

Das Familienunternehmen wurde bereits 1903 gegründet. 1949 erschien die erste Ausgabe von Burda Moden, 1978 das erste Computermagazin des Verlags. Nach dem Tod seines Vaters übernahm Hubert Burda 1986 das Stammgeschäft mit 15 Zeitschriften und den Druckereien. Das Nachrichtenmagazin "Focus" hatte 1993 Premiere, Focus Online startete drei Jahre später, seit 2009 gehört das Karrierenetzwerk Xing zum Konzern, der inzwischen weltweit aktiv ist. dpa
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