Wegen Wodka-Saufens Medienhüter rüffeln Joko & Klaas

Dienstag, 19. August 2014
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Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat im ersten Halbjahr 2014 insgesamt 29 Verstöße gegen Jugendschutzbestimmungen festgestellt, davon 20 von Rundfunkanbietern. Zwei Mal schlug das Moderatorenduo Joko & Klaas über die Stränge - einmal in ihrer Show "Circus Hallgalli", einmal in "Joko gegen Klaas - Das Duell um die Welt".
In einer Folge von "Circus Halligalli" hatten die Moderatoren gemeinsam mit Schauspieler Matthias Schweighöfer mehrere Gläser Wodka gekippt. Da Alkohol in der Sendung "gezielt als Spaßmacher eingesetzt wurde" und negative Folgen nicht thematisiert wurden, bewerteten die Medienhüter die Sendung als "entwicklungsbeeinträchtigend" für Jugendliche unter 18 Jahren.

Für Jugendliche unter 16 Jahren problematisch war nach Auffassung der KJM außerdem eine Folge der Pro-Sieben-Spielshow "Joko gegen Klaas - Das Duell um die Welt", in der Joko die Lippen zugenäht wurden. Außerdem wurde einer der Moderatoren durch Boxschläge gegen den Kopf und durch Stromschläge bestraft. Beides hätte nach Ansicht der Medienhüter wegen möglicher Entwicklungsbeeinträchtigungen für Kinder und Jugendliche erst nach 22 Uhr ausgestrahlt werden dürfen. Weitere Rügen kassierte Pro Sieben für die Sendung "Unter fremden Decken - Die Suche nach dem besten Sex der Welt", die ebenfalls erst ab 22 Uhr hätte gezeigt werden dürfen und einen Beitrag über Jugendgewalt im Vorabendmagazin "Taff".

Weitere Verstöße gegen Sendezeitbeschränkungen attestierte die KJM dem Männersender DMAX bei zwei Folgen von "1000 Wege ins Gras zu beißen", TNT Serie bei der Ausstrahlung des Spielfilms "Blade" in einer FSK18-Fassung ab 22.15 Uhr, einer Folge der Serie "Boardwalk Empire" sowie einer Folge von "Cold Case" im Vorabendprogramm, Viva bei einer Folge von "Kenny vs. Spenny", der Ausstrahlung des Fantasyfilms "Snow White - A Tale of Teror" am Morgen bei RTL 2 und der Sat-1-Rankingshow "32Eins! - Die größten Promiskandale" ebenfalls am Morgen.

Alle Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendschutz-Staatsvertrags listet die KJM auf der gemeinsamen Website der Landesmedienanstalten auf.
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