Wegen Koalitionsvertrag RTL überdenkt DVB-T-Ausstieg

Dienstag, 17. Dezember 2013
RTL-Mann Tobias Schmid will die Fortsetzung der DVB-T-Übertragung prüfen (Foto: RTL)
RTL-Mann Tobias Schmid will die Fortsetzung der DVB-T-Übertragung prüfen (Foto: RTL)


Die Mediengruppe RTL bringt ihren geplanten Ausstieg aus der DVB-T-Übertragung wieder auf die Agenda und überprüft nun doch die Fortsetzung der terrestrischen Fernsehverbreitung. Voraussetzung wäre, dass die neue Bundesregierung die terrestrischen Frequenzen sichert, sagt Tobias Schmid, Bereichsleiter Medienpolitik der Mediengruppe RTL Deutschland. Eine entsprechende Passage findet sich im gerade unterzeichneten Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD.
Zu Jahresbeginn hatte die Mediengruppe RTL Deutschland angekündigt, die DVB-T-Verbreitung ihrer Programme nicht fortzusetzen. Ein zentraler Grund für den Schritt war die bisher fehlende Sicherung der Verfügbarkeit der Frequenzen für terrestrische Fernsehverbreitung durch die Politik. Außerdem bemängelte RTL die unzureichende Unterstützung der Aufsichtsbehörden bezüglich eines branchenweiten Umstiegs und die auch dadurch resultierenden ungewissen ökonomischen Rahmenbedingungen. Zum 31. Juli erfolgte die Abschaltung der Programme der Mediengruppe RTL Deutschland in der DVB-T-Region München. Die weiteren Regionen sollen zum 31. Dezember 2014 folgen.

"Nachdem Bund und Länder es in den vergangenen zwei Jahren versäumt hatten, die für uns notwendige Planungssicherheit für eine Fortsetzung der terrestrischen Fernsehverbreitung zu schaffen, begrüßen wir dieses deutliche Signal der Politik. Es ist ein erster wichtiger Schritt, um diesen Verbreitungsweg neu zu bewerten", so Tobias Schmid, der auch Vorstandsvorsitzer des Verbands privater Rundfunk- und Telemedien (VPRT) ist.

Die Mediengruppe RTL Deutschland prüft nun die Fortsetzung der digital-terrestrischen Übertragung. Die Verlängerung der Zuweisung der DVB-T-Frequenzen über das Jahr 2014 wird das Unternehmen formal und fristgerecht beantragen. fam
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