Webradiomonitor Tagsüber wird UKW gehört, abends Podcasts

Donnerstag, 26. Oktober 2017
Der Audiokonsum steigt
Der Audiokonsum steigt
© Digitalradio

Hören geht immer: Bei Internetnutzern wächst der Radio- und Musikkonsum deutlich – nicht zuletzt dank der hohen Verbreitung von Smartphones. Bei der Nutzung liegen klassische Radiomarken vorne, gefolgt von Webradio- und Online-Audioangeboten. Während am Tag vor allem Simulcast-Radios gehört werden, steigt abends die Nutzung von Online-Only-Angeboten, Musikstreaming und Podcasts. Das sind Ergebnisse des  heute auf den Medientagen München präsentierten Webradiomonitors 2017 der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, dem Bundesverband Digitale Wirtschaft und dem Verband Privater Rundfunk und Telemedien.
Für die Studie hat Goldmedia neben 1104 Online-Audiohörern auch 277 Webradio- und Online-Audioanbieter befragt. Die Online-Befragungen fanden vom 14. bis 26. Juli statt. Danach gaben 71 Prozent der Online-Audiohörer an, Simulcast-Radios zu hören, gefolgt von Video- und Musik-Streamingdiensten (56 und 55 Prozent). 29  Prozent geben an, Online-Submarken von Radiosendern zu hören, 28 Prozent Online-Only-Radio. Online-Audioangebote weden in den unterschiedlichsten Situationen gehört: Nicht nur zu Hause (76 Prozent); sondern auch im Auto (31 Prozent), im Zug (27 Prozent), auf der Arbeit (25 Prozent), beim Sport (21 Prozent) und beim Radfahren (12 Prozent). Der Anteil der mobilen Audionutzung liegt danach bereits bei einem Drittel. Bis 2019 soll er auf 40 Prozent steigen.

Erstmals gesondert ausgewertet werden im Webradiomonitor Podcasts. Sie werden von 17 Prozent der Online-Audiohörer genutzt. Podcast-Hörer interessierens ich besonders für gesprochene Inhalte und Talk-Formate - vor allem, weil die Themen dort intensiver besprochen werden, als in anderen Medien. pap
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