Webradiomonitor 2016 Goldmedia zählt erstmals über 10.000 Online-Audio-Angebote

Donnerstag, 20. Oktober 2016
Der Webradio- und Online-Audiomarkt entwickelt sich weiter mit einem hohem Tempo
Der Webradio- und Online-Audiomarkt entwickelt sich weiter mit einem hohem Tempo
Foto: Shockfactor / Fotolia

Mehr Angebote, mehr Nutzung, mehr Werbeumsatz: Der Webradio- und Online-Audiomarkt entwickelt sich weiter mit einem hohem Tempo. Im aktuellen "Webradiomonior 2016" zählt Goldmedia erstmals über 10.000 Angebote, davon 7686 User Generated Radio-Streams und redaktionell kuratierte Playlists sowie 2452 Webradio-Streams. "Neben der Anzahl steigt auch die Nutzung von Jahr zu Jahr. Damit gewinnen diese Angebote für die Nutzer, die Marktbeteiligten und die Medienpolitik immer mehr an Bedeutung", sagt Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM).

Goldmedia erstellt die Markterhebung seit 2009 im Auftrag der BLM. Seit 2014 beteiligt sich der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), 2016 ist auch der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) mit an Bord. Der Webradiomonitor basiert auf einer Anbieter- und einer Nutzerbefragung. 

In diesem Jahr erfolgen schon 48 Prozent der gesamten Radio- und Musiknutzung über das Internet. Bei den Jüngeren sind es sogar 60 Prozent – Tendenz weiter steigend. Das geht Hand in Hand mit einer hohen mobilen Nutzung. Gerade Online-Audioangebote werden sehr gerne übers Smartphone gehört. Fast 80 Prozent der Befragten geben an, Apps zu nutzen oder über mobile Websites Radio zu hören. Der Anteil der Sessions auf mobilen Endgeräten und Plattformen soll von derzeit einem Drittel auf 45 Prozent im Jahr 2018 steigen.

Für die Anbieter liegt darin aber auch eine Herausforderung, denn mobil können sie sich weniger gut refinanzieren als online. Als Hemmnis sehen die Anbieter dabei vor allem das begrenzte Datenvolumen bei Mobilfunkverträgen (74 Prozent). Weitere Faktoren sind die hohen Gebühren für Rechte und Lizenzen (75 Prozent) und die Restriktionen der Verwertungsgesellschaften (54 Prozent). pap

Alle Details erfahren HORIZONT-Abonnenten in der aktuellen Wochenzeitung, die auch auf  Tablets oder - nach einmaliger Registrierung - als E-Paper gelesen werden kann. Nicht-Abonnenten können hier ein HORIZONT-Abo abschließen.

Meist gelesen
stats