Webradio Audimark und AS&S Radio trennen sich

Donnerstag, 31. Oktober 2013
AS&S-Radio-Chef Oliver Adrian
AS&S-Radio-Chef Oliver Adrian

Der Düsseldorfer Webradiovermarkter Audimark und ARD-Werbung Sales & Services (AS&S) in Frankfurt beenden ihre Kooperation zum Jahresende. Ab 2014 werden die von Audimark vermarkteten Webradioangebote nicht mehr Teil der AS&S Deutschland-Kombi Young & Online sein. AS&S Radio und Audimark kooperieren seit 2010. Der ARD-Vermarkter ist in Sachen Webradio schwach aufgestellt, weil die öffentlich-rechtlichen Hörfunksender, die den Großteil des AS&S-Portfolios ausmachen, ihre Online-Angebote nicht vermarkten dürfen. Mit Audimark sollte diese offene Flanke geschlossen werden. Das Aus kommt daher überraschend, hat AS&S Radio künftig mit Laut.fm und Detector.fm doch nur noch zwei Webradiosender im Angebot.

Der vermutliche Grund für die Trennung: Die Erlöse aus der Kombivermarktung dürften für beide Partner unter den Erwartungen geblieben sein. Audimark zumindest habe nur einen unteren einstelligen Prozentsatz seines einstelligen Millionenumsatzes durch die Kooperation erzielt, so Geschäftsführer Matthias Mroczkowski. Dieses Jahr will der Vermarkter den Umsatz erneut verdoppeln.

Im Gegensatz zum großen privaten Konkurrenten RMS hat AS&S Radio in den vergangenen Jahren wenig für den Aufbau eines eigenen Onlineportfolios getan. Vermutlich wäre auch ein Ausbau der Kooperation mit Audimark denkbar gewesen. Doch im September, im Vorfeld der Dmexco, hatte AS&S Radio angekündigt, künftig mit K2 Media Sales zu kooperieren. Hinter dem Unternehmen stehen die Mediamanager Michael Enzenauer und Klaus-Peter Schulz. Bislang konnten AS&S und K2 jedoch keine neuen Mandanten vermelden. Das Problem: Die reichweitenrelevanten Webradios haben Verträge mit RMS oder Audimark und müssen dort erst losgeeist werden. Wie es mit der Young & Online"-Kombi ab 2014 weitergeht, ist unklar. pap
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