Webguerillas-Analyse "Die Welt" ist im Social Web am erfolgreichsten

Mittwoch, 02. September 2015
Der Twitter-Account der "Welt"
Der Twitter-Account der "Welt"
Foto: Screenshot Twitter

"Die Welt" kommuniziert von den großen Zeitungen im Social Web am besten mit ihren Lesern. Das geht aus einer Analyse der Agentur für Influencer Marketing Webguerillas hervor. Die Tageszeitung von Axel Springer kann von allen bundesweiten Abozeitungen im Internet auf die größte Fangemeinde bauen.
So kommt "Die Welt" auf Facebook auf 387.904 Fans (Stand jeweils 30. Juni 2015) und 514.244 Follower bei Twitter. Zudem kann die Zeitung mit die höchsten Zuwachsraten bei Facebook und Twitter vorweisen. Auch bei der Interaktion kommt die "Welt" auf Top-Werte: Ihre Inhalte werden besonders häufig geteilt, geliked und weiterverbreitet. Auf besonders aktive Fans und Follower kann sich die "taz" verlassen. Die linksalternative Berliner Tageszeitung veröffentlicht zwar nur vergleichsweise wenige Inhalte und reagiert recht langsam auf Kommentare, die Tweets und Postings werden aber sehr häufig weiterverbreitet und bekommen viel Zustimmung. Im Gesamtranking kommt die "taz" durch das höchste Engagement seiner Fans dadurch auf Platz 2.
"Die Welt" hat die meisten Follower und Fans im Social Web
"Die Welt" hat die meisten Follower und Fans im Social Web (Bild: Webguerillas)
Den dritten Platz belegt die "Süddeutsche Zeitung".  Die Münchner Tageszeitung hat bei Facebook und Twitter nach der "Welt" die zweitgrößten Communities und ist besonders bei Facebook sehr aktiv - allerdings werden die Inhalte der "SZ" relativ selten geteilt, was eine bessere Platzierung im Gesamtranking verhindert. Auf den hinteren Plätzen landen die "Frankfurter Allgemeine" und das "Handelsblatt", deren Inhalte vergleichweise selten geteilt und geliked werden - abzulesen an den geringen Werten in der Kategorie "Brand Applause". 

"Die Leser-Journey beginnt heutzutage nicht mehr am Kiosk, sondern im Social Web. Umso wichtiger ist es, sich hier als Medienmarke aufmerksamkeitsstark zu präsentieren und eindeutig zu positionieren. Denn was Hänschen nicht liest, liest Hans nimmermehr", sagt David Eicher, Geschäftsführer der webguerillas zu den Ergebnissen der Analyse.
ZDF Twitter
Bild: Screenshot Twitter

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Für die Analyse wertete Webguerillas 22 Kennzahlen wie Response Rates, Response Time, Engaement-Rate oder das relative Wachstum für die zwei wichtigsten Social Media-Plattformen Facebook und Twitter aus und verdichtete die Ergebnisse zu vier Kernwerten: "Brand Punch" zeigt das Engagement der Marke im Social Web auf. "Brand Awareness" gibt Auskunft über die Größe und die Aktivität der Marken-Community. "Brand Applause" steht für die Zustimmung der User – zum Beispiel durch Likes oder Shares und "Amplification" bezeichnet die Viralität des Contents – also wie schnell oder leicht sich Inhalte im Netz verbreiten. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich von Juli 2014 bis Juni 2015. dh
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