"Warum er?" Die deutschen Titelseiten zu Trumps Triumph

Donnerstag, 10. November 2016
Donald Trump beherrscht am Donnerstag die Titelseiten
Donald Trump beherrscht am Donnerstag die Titelseiten

Donald Trump beherrscht auch am Tag nach der Wahl die Titelseiten. Die Schlagzeilen spiegeln die allgemeine Verunsicherung und Sorge wider, was die Wahl des umstrittenen Milliardärs zum neuen Präsidenten der USA bedeutet. HORIZONT Online gibt einen Überblick über die Titelseiten vom heutigen Donnerstag.

"Die Welt Kompakt"

"Die Welt steht Kopf" titelt "Die Welt Kompakt" - und nimmt ihre Schlagzeile wörtlich.
Die "Welt Kompakt" steht Kopf
Die "Welt Kompakt" steht Kopf

"Rheinische Post"

Fast alle Beobachter sind sich einig, dass die Wahl von Donald Trump einen tiefgreifenden Wandel der Politik in den USA zur Folge haben wird. Die "Rheinische Post" griff daher den bekannten Slogan "Change" der ersten Wahlkampagne von Barack Obama auf und färbte das Konterfei von Donald Trump im Stil der ikonographischen Obama-Plakate ein.
Der große Wandel steht den Amerikanern wohl noch bevor
Der große Wandel steht den Amerikanern wohl noch bevor

"Bild" und "B.Z."

Spannend ist bei wichtigen Ereignissen immer der Blick auf die Boulevardzeitungen. Während sich die "Bild" kämpferisch gibt, bewertet die Berliner Schwesterzeitung "B.Z." die Wahlnacht pessimistischer.
Kämpferisch: Die "Bild"
Kämpferisch: Die "Bild"
Die "B.Z." bewertet den Erfolg von Trump pessimistisch
Die "B.Z." bewertet den Erfolg von Trump pessimistisch

"Handelsblatt"

Das "Handelsblatt" entschied sich für eine dramatische Titeloptik. Der Aufmacher "Der Aufstand" von Herausgeber Gabor Steingart wurde mit einem Bild der britischen Künstlerin Gee Vaucher bebildert, das den Titel "Oh America" trägt. Gemalt wurde es bereits 1989.
"Oh America": Das dramatische Titelbild des "Handelsblatts"
"Oh America": Das dramatische Titelbild des "Handelsblatts"

"taz"

Erstaunlich zurückhaltend präsentiert sich die linksalternative "taz", die das Tagesgeschehen sonst gerne schwarzhumorig ins Bild setzt. Angesichts des Wahlsiegs von Donald Trump ist der "taz" das Lachen aber offensichtlich vergangen. 
Ungewöhnlich zurückhaltend: Die "taz"
Ungewöhnlich zurückhaltend: Die "taz"

"Frankfurter Allgemeine" und "Süddeutsche Zeitung"

Die beiden großen überregionalen Tageszeitungen "FAZ" und "SZ" bleiben auf dem Titel relativ sachlich. Während die "Süddeutsche" die besorgten Reaktionen in Europa in den Mittelpunkt stellt, thematisiert die "FAZ" das um Versöhnung bemühte erste Statement von Donald Trump nach seinem Wahlsieg.
Auch die "SZ" verzichtet auf dem Cover auf Experimente
Auch die "SZ" verzichtet auf dem Cover auf Experimente
Sachlich: Die "FAZ"
Sachlich: Die "FAZ"

"Frankfurter Rundschau"

Die "Frankfurter Rundschau" mag es offensichtlich nicht glauben, dass Trump tatsächlich gewählt wurde und fordert in ihrem Kommentar auf Seite 1 "Keine Macht dem Trumpismus". Der designierte Präsident wird nur zur Hälfte und nicht besonders schmeichelhaft abgebildet.
Die "FR" mag Trump gar nicht komplett abbilden
Die "FR" mag Trump gar nicht komplett abbilden

Viele Fragen bleiben offen

Eigentlich sind Fragen in Überschriften in vielen Redaktionen tabu - schließlich ist es die Aufgabe von Journalisten, die Fragen der Leser zu beantworten. Die Wahl von Donald Trump wirft allerdings so viele Fragen auf, dass einige Tageszeitungen diese auch auf der Titelseite stellen.
Der "Rhein Zeitung" stellen sich viele Fragen
Der "Rhein Zeitung" stellen sich viele Fragen
"Warum er?" will die "Berliner Zeitung" wissen
"Warum er?" will die "Berliner Zeitung" wissen
"Müssen wir Angst haben?" fragt der "Tagesspiegel"
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"Wie berechenbar ist Trump?" fragt die "Neue Ruhr Zeitung"
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