Content-Kooperationen Warum die TV-Sender die Entscheidungsgewalt behalten müssen

Dienstag, 04. April 2017
Die MIPTV findet dieser Tage in Cannes statt
Die MIPTV findet dieser Tage in Cannes statt
Foto: MIPTV
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David Fletcher Omnicom RTL Samantha Glynne


Kooperationen von Mediaagenturen, Produktionsfirmen und Sendern müssen für alle Beteiligten funktionieren - wenn die Formate, die die Mediaagenturen Sendern anbieten, keine Quoten bringen, hat keiner etwas davon. "Die Deals müssen für die Sender funktionieren", sagt David Fletcher, Commercial Director Global Investment von Omnicom bei der MIPTV 2017 in Cannes.
Formate, die über solche Vereinbarungen auf den Sender kommen, müssen auch dem Publikum gefallen und nicht nur dem Werbungtreibenden, der darin idealerweise seine Produkte unterbringt. Die Sender reagieren daher unterschiedlich offen auf Angebote der Agenturen. Tom Rozestraten, Chief Commercial Officer von RTL in den Niederlanden, ist eher zurückhaltend: "Am Ende entscheidet die Content-Abteilung, was auf den Sender kommt." Wenn es zu solchen Deals kommt, ist ihm zudem wichtig zu wissen, welche Produktionsfirma es umsetzen würde. "Das ist entscheidend für den Erfolg."
Die Verbreitung solcher Deals zwischen Agenturen, Produktionsfirmen und Sendern unterscheidet sich außerdem von Land zu Land. "Es gibt gute und schlechte Märkte für diese Art von Geschäft", sagt Fletcher. Deutschland gehört in dieser Hinsicht zu den "schlechten" Märkten.

Die Produktionsfirmen  wiederum sind interessiert an Formaten, die sich weltweit ausrollen lassen und nicht nur an Einzelprojekten für einen bestimmten Markt. "Wir haben die Hoffnung, dass ein Format kommt, dass es in mehrere Länder schafft", sagt Samantha Glynne, Global VP Branded Entertainment von Fremantle Media UK. Bislang kennt sie jedoch noch kein Beispiel dafür. Fremantle steht hinter Erfolgsformaten wie "Popidol" und "Supertalentiert". pap
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