"WamS" Modezar Karl Lagerfeld gibt Chefredakteur für einen Tag

Montag, 02. Dezember 2013
Karl Lagerfeld bei der Redaktionskonferenz der "WamS" (Foto: Axel Springer)
Karl Lagerfeld bei der Redaktionskonferenz der "WamS" (Foto: Axel Springer)
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Ungewohntes Terrain für Karl Lagerfeld: Normalerweise ist der Modeschöpfer eher auf den Pariser Haute-Couture-Schauen zu Hause - und nicht im Newsroom der "Welt am Sonntag" (WamS) in Berlin. Für den Posten als Chefredakteur tauschte Lagerfeld nun für einen Tag Schere und Maßband gegen Stift und Computer und kreierte die "WamS"-Ausgabe zum ersten Adventssonntag. Passendes Thema: Die komplette Zeitung befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Phänomen Luxus. Schon vor drei Wochen startete Karl Lagerfeld an seinem Wohnsitz in Paris mit den Vorbereitungen, wählte Fotos aus und schickte selbstgezeichnete Illustrationen nach Berlin. Am vergangenen Freitag kam der Modezar dann höchstpersönlich ins Axel-Springer-Gebäude, um der Ausgabe den letzten Feinschliff zu geben. Zu den Aufgaben des 80-jährigen Gastchefredakeurs zählten die Entscheidung über Layout und Themen sowie das Schreiben des Editorials. "Ich liebe Zeitungen und ich liebe Papier, ich hab nichts gegen digital, aber es geht nichts über Papier", sagte Lagerfeld bei der Redaktionskonferenz.

Die "Welt am Sonntag" kann die zusätzliche Publicity durch den Gastchefredakeur gut gebrauchen: In den letzten Jahren ist die verkaufte Auflage der Sonntagszeitung stetig zurückgegangen. Im dritten Quartal 2013 setzte Axel Springer 400.358 Exemplare von "WamS" und "WamS Kompakt" ab (davon 15.320 als E-Paper). Die Zahl der Abonennten liegt inklusive E-Paper bei 77.706. fam

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