Wachsen mit Kindertiteln Burda schnappt sich "Prinzessin Lillifee" und Co

Donnerstag, 13. März 2014
"Kinder lieben Zetschriften": Burda-Vorstand Philipp Welte
"Kinder lieben Zetschriften": Burda-Vorstand Philipp Welte

Hubert Burda Media kauft im Zeitschriftengeschäft zu. Das Münchner Verlagshaus übernimmt 50,1 Prozent der Anteile an Blue Ocean Entertainment. Im Segment für Kinderzeitschriften ist das Stuttgarter Medienhaus ein relevanter Player. Mit Titeln wie Prinzessin Lillifee hat Blue Ocean Entertainment im vergangenen Jahr mehr als 30 Millionen Euro umgesetzt. Wieviel der Zukauf kostet, verrät Burda nicht.
„Prinzessin Lillifee“ verkauft monatlich über 100.000 Exemplare
„Prinzessin Lillifee“ verkauft monatlich über 100.000 Exemplare
Das Portfolio des 2005 gegründeten Verlags Blue Ocean Entertainment umfasst derzeit 38 regelmäßig erscheinende Magazine, die vor allem im deutschsprachigen Raum erscheinen. Dazu gehören sowohl Eigenentwicklungen als auch Lizenzprodukte wie Zeitschriften zu den Spielwelten von Lego und Playmobil , Wissensmagazine wie Frag doch mal die Maus , Was ist was und Löwenzahn oder auch Mädchenzeitschriften rund um Filly und Prinzessin Lillifee . Mit rund 1,4 Millionen verkauften Exemplaren im Monat erreicht das Unternehmen eigenen Angaben zufolge über 5 Millionen Kinder und Jugendliche. Zudem hat Blue Ocean Stickerserien, Kalender, Comichefte und Sammelbände im Angebot.

Burda will mit dem Einstieg bei Blue Ocean Entertainment nach eigenen Angaben Synergien auf dem deutschen Markt sowie bei der Digitalisierung und der internationalen Lizensierung heben. Kinder lieben Zeitschriften, und Blue Ocean Entertainment ist als hoch innovativer und hoch profitabler Verlag ein idealer Partner für unseren Konzern in dem wachsenden Segment der Magazine für Kinder", begründet Burda-Vorstand Philipp Welte die Akquisition, die Teil des Burda-Programms "GROW!" ist. Die Marktaussichten für neue sowohl gedruckte als auch digitale Produkte in diesem Segment schätzt Welte als sehr gut ein. Das begründet er damit, dass Kindermedien "weitgehend unabhängig von den klassischen Anzeigenmärkten sowie Abonnementquoten" seien und sich vor allem aus Einzelhandelsvertriebs-, Lizenz- und Merchandisingerlösen finanzierten. Die Stärke von Blue Ocean ist die millionenfache bewusste Kaufentscheidung von Eltern, die ihren Kindern mit diesen Magazinen auf intelligentem Weg eine Freude machen wollen , glaubt Welte.

Sollten die Kartellbehörden dem Deal zustimmen, wird Blue Ocean auch nach dem Einstieg von Burda von Mitgründerin Sigrun Kaiser als Vorstandsvorsitzende geführt. Seinen Sitz wird das 75 Mitarbeiter starke Unternehmen weiterhin in Stuttgart haben. mas
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