WDR Mediagroup Anke Fischer-Appelt und Barbara Wiewer verlassen den WDR-Vermarkter

Montag, 12. Juni 2017
Barbara Wiewer (l.) und Anke Fischer-Appelt müssen ihre Posten räumen
Barbara Wiewer (l.) und Anke Fischer-Appelt müssen ihre Posten räumen
© WDR Mediagroup

Die WDR Mediagroup verkleinert ihre Geschäftsleitung. Im Zuge der Neuausrichtung müssen Prokuristin Anke Fischer-Appelt und Marketing- und Vertriebschefin Barbara Wiewer das Unternehmen verlassen. Die WDR-Tochter trennt sich derzeit von zahlreichen Geschäftsfeldern, bis 2022 fällt jede dritte Stelle weg. 
Anke Fischer-Appelt, seit 2008 Prokuristin und Mitglied der Geschäftsleitung der kommerziellen WDR-Tochter, wird künftig als Rechtsanwältin und Lehrbeauftrage arbeiten. Die 45-Jährige war seit 2002 für die WDR Mediagroup tätig.  Barbara Wiewer stieg 2004 als Marketingdirektorin bei der WDR Mediagroup ein. 2009 stieg sie zur Geschäftsleiterin Marketing und Vertrieb auf. Zuvor war die 48-Jährige unter anderem für AS&S, IP Deutschland und HMS Carat tätig. Sie verlasse das Unternehmen "vor dem Hintergrund unterschiedlicher Auffassungen zur zukünftigen strategischen Ausrichtung in beiderseitigem Einvernehmen", teilt die WDR Mediagroup mit.

"Wir verlieren mit Anke Fischer-Appelt und Barbara Wiewer zwei langjährige Mitarbeiterinnen, die vor allem in der Geschäftsleitung das Unternehmen wesentlich mitgeprägt haben. Wir wünschen Anke Fischer-Appelt und Barbara Wiewer für die Zukunft alles Gute", erklärt 
Michael Loeb, Sprecher der Geschäftsführung der WDR Mediagroup. Die Aufgaben von Anke Fischer-Appelt übernehmen die Geschäftsführer Michael Loeb und Frank Nielebock, den Bereich Marketing und Vertrieb leitet kommissarisch Tobias Lammert, Sales Director Digital Services. 

Die ARD-Tochter hat sich im vergangenem Jahr ein drastische Schrumpfkur verordnet. Im Kern wird sich das Unternehmen wieder auf die Werbezeitenvermarktung und das Verwertungsgeschäft konzentrieren. Unter anderem weil der Landtag von Nordrhein-Westfalen Anfang 2016 eine erhebliche Reduzierung der Werbezeiten bei den Radiosendern des WDR beschlossen hatte, wurden alle Geschäftsbereiche überprüft. Durch die geplante Restrukturierung werden von aktuell 470 Vollzeitstellen über die gesamte Holding hinweg 150 bis 170 Stellen wegfallen - also etwa jeder dritte Arbeitsplatz. Der Abbau soll sozialverträglich bis 2022 umgesetzt werden. dh
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