Vom Verlag zum Medienhaus Funke Mediengruppe baut Struktur um

Dienstag, 08. Oktober 2013
Die Geschäftsführer Manfred Braun, Thomas Ziegler und Christian Nienhaus (v.l.n.r.)
Die Geschäftsführer Manfred Braun, Thomas Ziegler und Christian Nienhaus (v.l.n.r.)

Im Januar 2014 wird die Mediengruppe Funke die Regionalzeitungen "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost" sowie diverse Programm- und Frauenzeitschriften von Axel Springer übernehmen - vorbehaltlich der Zustimmung des Bundeskartellamtes. Im Zuge dessen baut Funke nun seine Geschäftsstruktur um. Ziel ist die klare Zuordnung der Verantwortlichkeiten sowie die konsequente Ausrichtung auf die zwei Geschäftsfelder Zeitschriften und Regionalmedien. Künftig gliedert sich die Aufbauorganisation der Mediengruppe in drei Säulen: Im Ressort "Zeitschriften" werden alle deutschen und ausländischen Zeitschriftentitel zusammengefasst. Geführt wird das Ressort, das mit der Übernahme der Springer-Titel "Hörzu", "TV Digital", "Funk Uhr", "Bildwoche", "TV Neu", "Bild der Frau" und "Frau von heute" in seiner Bedeutung noch steigen wird, vom 2007 als Zeitschriftenchef nach Essen gekommenen Manfred Braun.

In der zweiten Säule "Regionalmedien" werden alle Aktivitäten, die mit den Regionaltiteln zu tun haben, gebündelt. Dazu gehören Redaktionen und Verlagsbereiche der Zeitungen in Nordrhein-Westfalen, die Anzeigenblätter und die Vermarktung in NRW, die Zeitungsgruppe Thüringen und die "Braunschweiger Zeitung". In Zukunft sollen auch Redaktionen und Verlagsbereiche des "Hamburger Abendblatts" und der "Berliner Morgenpost" zu dem Ressort gehören, das von Christian Nienhaus geführt wird.

Ergänzt wird die Geschäftsführung von Thomas Ziegler, der das dritte Ressort "Personal, Finanzen & Dienstleistungen" verantworten wird. Dort werden alle Holding- und Dienstleistungs-Funktionen sowie die Aktivitäten zum Aufbau weiterer Geschäftsfelder gebündelt. Zudem steuert das Ressort auch die Online-/Digital-Aktivitäten.

Ende Juli war bekannt geworden, dass die Funke Mediengruppe (ehemals WAZ-Gruppe) zahlreiche renommierte Titel von Axel Springer übernimmt. Der Kaufpreis liegt bei 920 Millionen Euro, 260 Millionen Euro stellt Axel Springer der Funke Mediengruppe als Darlehen zur Verfügung. "Berliner Morgenpost" und "Hamburger Abendblatt" werden wie verabredet auch nach dem Verkauf auf Inhalte von Springers Qualitätszeitung "Die Welt" zugreifen können. fam
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