Viel Arbeit für Google 12.000 Löschanträge allein am ersten Tag

Montag, 02. Juni 2014
12.000 Anträge zum "Recht auf Vergessen" gingen am ersten Tag ein
12.000 Anträge zum "Recht auf Vergessen" gingen am ersten Tag ein


Google steht in den kommenden Tagen und Wochen viel Arbeit bevor: Nachdem der Internetriese am vergangenen Freitag einen Antrag auf Löschung personenbezogener Daten bereitgestellt hatte, füllten in den ersten Stunden 12.000 User das Online-Formular aus. Zu den Gesamtzahlen für das Wochenende will sich Google allerdings nicht äußern - ebenso wenig gibt das Unternehmen Details zum weiteren Prozedere bekannt. Mitte Mai hatte der Europäische Gerichtshof Suchmaschinenbetreiber dazu verpflichtet, Verweise auf Webseiten mit sensiblen persönlichen Daten aus den Ergebnislisten zu streichen. Google kritisierte zwar das Urteil, zeigte sich aber kooperativ und lotete - auch gemeinsam mit der Bundesregierung - verschiedene Möglichkeiten aus. Man tue alles, um das EuGH-Urteil umzusetzen, so ein Google-Sprecher gegenüber HORIZONT.NET. Über das Wie und Wann sei hingegen noch nicht entschieden.

Er ließ ebenfalls offen, ob Google nach der ersten Wasserstandsmeldung weitere Informationen zur Zahl der eingangenen Anträge veröffentlichen wird. Um über die Anträge zu entscheiden, hat der Konzern ein eigenes Expertengremium berufen. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Ex-Google-Chef Eric Schmidt, Wikipedia-Gründer Jimmy Wales sowie Frank La Rue, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung. fam
Meist gelesen
stats