Videowerbung Facebook testet Cost per View

Dienstag, 30. Juni 2015
Facebook gibt Werbekunden mehr Möglichkeiten bei der Buchung von Videokampagnen
Facebook gibt Werbekunden mehr Möglichkeiten bei der Buchung von Videokampagnen
Foto: Facebook
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Facebook gibt seinen Kunden weltweit ab sofort die Möglichkeit, Bewegtbild-Kampagnen nach Cost per View (CPV) einzukaufen. Dabei bietet der Werbungtreibende auf einen festgesetzten Preis für 10-sekündige Views. Es handelt sich nach Auskunft des sozialen Netzwerks um einen Test, der auf vielfachen Wunsch von Werbekunden erfolge.
Bislang konnten die Kunden ihre Kampagnen auf Basis der Leistungswerte Reichweite und Frequenz planen. Dazu rät Facebook den Werbungtreibenden auch weiterhin, denn auf diese Weise ließen sich die besten Ergebnisse für Branding-Kampagnen erzielen. Die Sehdauer hingegen scheint nicht die entscheidende Größe zu sein: Einer Nielsen Studie zufolge wird bereits bei einer Sehdauer von weniger als drei Sekunden 47 Prozent des Kampagnenwerts erzielt. 74 Prozent des Kampagnenwerts entstehen demnach bereits bei einer Sehdauer von unter zehn Sekunden. Welches Modell der Werbungtreibende letztendlich wählt, hängt nicht zuletzt von den Kampagnenzielen ab. Ein gewöhnlicher View (und damit Kosten für den Werbungtreibenden) entsteht auf Facebook dann, wenn das Video mindestens drei Sekunden angesehen wurde und der Videoplayer dabei zu 100 Prozent sichtbar war. Manche Werbebotschaft ist jedoch so komplex, dass sie in mindestens 10 Sekunden erzählt werden muss. Kunden, die darauf Wert legen, werden Facebooks CPV-Test sicher begrüßen.

Andrea Malgara
Bild: Mediaplus

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Und möglicherweise spielt auch der Faktor Gewohnheit eine Rolle: Im Displaygeschäft ist es für viele Unternehmen gelernt, für jeden generierten Click zu bezahlen.

Bewegtbild ist für Facebook das Wachstumsthema schlechthin: Seit Anfang 2015 zählt Facebook täglich über 4 Milliarden Aufrufe von Videos, die direkt auf der Plattform hochgeladen wurden. Drei Viertel der Views kämen dabei über Mobile. ire

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