Amazon Woody Allen entwickelt TV-Serie für E-Commerce-Riesen

Dienstag, 13. Januar 2015
Woody Allen (Mitte) mit Cate Blanchett und Alec Baldwin in "Blue Jasmine"
Woody Allen (Mitte) mit Cate Blanchett und Alec Baldwin in "Blue Jasmine"
Foto: Woodyallen.com

Star-Regisseur Woody Allen entwickelt für die Amazon Studios seine erste TV-Serie. Allen wird als Autor und Regisseur fungieren. Die Serie wird zunächst exklusiv bei Amazon Prime Instant Video zu sehen sein.
Worum es in der Serie gehen wird, ist noch ebenso unbekannt wie der Titel der Produktion. Auch Allen selbst gibt sich in einem von Amazon verbreiteten Statement ahnungslos: "Ich weiß nicht, wie ich da hineingeraten bin. Ich habe keine Ideen und ich bin nicht sicher, wo ich anfangen soll. Ich denke, dass Roy Price das noch bereuen wird."
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Price, Chef der Amazon Studios, freut sich dagegen riesig über den Coup: "Woody Allen ist ein visionärer Künstler, der einige der größten Filme aller Zeiten gemacht hat. Es ist eine Ehre, mit ihm an seiner ersten TV-Serie zu arbeiten. Mit Filmen wie 'Der Stadtneurotiker' oder 'Blue Jasmine' war Woody immer an der kreativen Spitze des amerikanischen Kinos. Es ist aufregend, seine erste TV-Serie im kommenden Jahr exklusiv auf Prime Instant Video vorstellen zu dürfen."
Netflix Schriftzug
Bild: Netflix

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Der Online-Einzelhändler Amazon hat sich als Streaming-Anbieter inzwischen auch zu einer Größe im Filmgeschäft entwickelt und betreibt ein eigenes Filmstudio. Seit Herbst bietet das Unternehmen auch in Deutschland seine TV-Box Amazon Fire TV an, die Filme, TV-Sendungen und Inhalte aus Mediatheken in die Wohnzimmer streamt. Vor allem mit exklusiven Inhalten will sich Amazon von der Konkurrenz abheben.  Auch das Streamingportal Netflix investiert massiv in eigene Inhalte. Das US-Unternehmen will in den kommenden Jahren zum größten TV-Produzenten der Welt werden und im Schnitt alle zweieinhalb Wochen eine neue Serie oder eine neue Staffel starten. Amazon und Netflix werden damit zunehmend zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für klassische TV-Sender. Netflix hat in den USA mittlerweile mehr Abonnenten als der renommierte Pay-TV-Sender HBO. Auch bei den Golden Globes haben Serien der beiden Netzanbieter am Montag groß abgeräumt. Mit der Amazon-Eigenproduktion "Transparent" wurde erstmals in der Kategorie Serie eine Online-Produktion mit der Trophäe geehrt. dh/mit Material von dpa
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