Verbotene Liebe ARD verschiebt Serie für "Quizduell" ins Netz

Freitag, 25. April 2014
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Die Fans von "Verbotene Liebe" gehen während der Ausstrahlung von "Quizduell" nicht völlig leer aus. Die tägliche Serie wandert vom 12. bis 30. Mai ins Netz und wird dort online weitererzählt - allerdings nur in dreiminütigen Episoden, statt der sonst üblichen 50 Minuten.
Wie bereits Anfang April berichtet, opfert die ARD für den Test von Jörg Pilawas "Quizduell" einen Langläufer. "Verbotene Liebe" - seit 1995 on Air - muss den Sendeplatz von Montag bis Freitag um 18 Uhr frei machen für die TV-Inszenierung der erfolgreichen Spiele-App. Ob die Daily Soap danach wieder ins TV zurückkehrt, hängt vor allem vom Erfolg des "Quizudell" ab. Die von Ufa Serial Drama produzierte Serie holte zuletzt im Gesamtpublikum im Schnitt nur noch Zuschauermarktanteile von unter 7 Prozent.

Nun bieten Ufa Serial Drama und die ARD den Serienfans eine Alternative an. Als Webserie "Die längste Nacht von Königsbrunn" geht die Daily Soap ins Netz. Der Plot: Im Schloss der Familie von Lahnstein treffen acht Charaktere aufeinander und verbringen die Nacht mit dem Partyspiel Flaschendrehen. Dabei kommen lang gehütete Familiengeheimnisse ans Licht und auch bekannte Gesichter aus der Vergangenheit finden ihren Weg nach Königsbrunn.

"Durch die dreiwöchige Sendepause von ,Verbotene Liebe' entsteht eine Herausforderung, der wir uns mit Mut und Innovationskraft stellen. Mit der Webserie machen wir das Beste daraus und zeigen uns verantwortlich - auch für die treuen Fans", sagt Guido Reinhardt, Produzent bei Ufa Serial Drama. Für die Ufa wäre die Einstellung von "Verbotene Liebe" ein herber Verlust.

Positiver klingt es bei Elke Kimmlinger, Redaktionsleiterin Programmredaktion WDR Media Group. Sie betont die Innovationskraft: "Eine TV-Serie im Netz weiterzuerzählen, hat es so in Deutschland noch nie gegeben. Es ist für uns eine spannende Aufgabe." Damit wolle man den Zuschauern die Wartezeit bis zur TV-Ausstrahlung versüßen, sagt sie. Ein ARD-Sprecher hatte jedoch gegenüber HORIZONT.NET eingeräumt, dass die Entscheidung, mit welchem Format im Ersten weitergemacht wird, noch nicht gefallen ist.
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