Varsavsky Axel Springer Management Axel Springer hebt Frühphasen-Investor aus der Taufe

Dienstag, 12. Dezember 2017
Die Axel Springer Zentral in Berlin
Die Axel Springer Zentral in Berlin
© Axel Springer

Der Medienkonzern Axel Springer weitet seine Aktivitäten bei der Start-up-Förderung aus: Das Unternehmen hat gemeinsam mit seinem Aufsichtsratsmitglied Martin Varsavsky einen Investmentfonds für Medien-Start-ups gegründet. Der Fokus liegt dabei auf den USA.
Einen entsprechenden Bericht von Meedia bestätigte eine Sprecherin von Axel Springer auf Nachfrage. Laut Handelsregister wurde die Varsavsky Axel Springer Management GmbH im November 2017 gegründet. Sie ging hervor aus der Siebenundneunzigste "Media" Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, die Springer im April 2016 ins Leben gerufen hatte.  Martin Varsavsky ist ein argentinisch-spanischer Unternehmer und Gründer. Derzeit ist er der größte Aktionär und Chairman von Fon, einem Unternehmen mit Sitz in Spanien, das sich weltweite Verbreitung von drahtlosen lokalen Netzen zum Ziel gesetzt hat. Seit April 2014 ist Varsavsky Mitglied des Aufsichtsrats der Axel Springer SE.

Der Manager verfüge über eine breite Expertise, vor allem in der US-Start-up-Szene, so die Springer-Sprecherin. "Daher haben wir beschlossen, einen Investmentfonds zu starten mit dem Fokus auf Frühphasen-Medieninvestments." Die neue Gesellschaft wird laut Handelsregister "insbesondere ein Portfolio von Kapitalbeteiligungen und eigenkapitalbezogenen Wertpapieren von im Bereich digitale Medien tätigen Unternehmen erwerben, halten, verwalten, verkaufen und übertragen".
Blick auf die Axel-Springer-Zentrale
© Axel Springer

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Der Fokus des Unternehmens wird dabei auf dem US-Markt liegen. Dort war Springer über die vergangenen Jahre bereits reichlich aktiv: Jenseits des großen Teichs hat sich das Unternehmen bereits an Start-ups wie dem VR-Unternehmen Jaunt, dem Bewegtbild-Dienstleister Now this Media, der Nachrichten-Website Mic.com sowie dem Online-Magazin Ozy beteiligt. Verantwortlich bei Axel Springer, das auch die Mehrheit an dem neuen Unternehmen hält, ist Jens Müffelmann, der für das USA-Geschäft des Medienkonzerns zuständig ist.

Bislang hatte Axel Springer Start-ups mit der Axel Springer Plug and Play angeschoben. Zu den Partnern des Accelerators gehört seit dem vergangenen Jahr die Deutsche Bank. Zwischen der Varsavsky Axel Springer Management GmbH und dem deutschen Accelerator-Programm gebe es keinen direkten Bezug, erklärt die Springer-Sprecherin. Vor Kurzem hatte Springer außerdem ein gemeinsames Start-up-Förderungsprogramm mit Porsche aufgelegt. Ziel der Zusammenarbeit mit dem Autobauer ist es, in junge Unternehmen aus dem Automotive-Bereich zu investieren und sie nicht nur finanziell, sondern auch mit Qualifizierung- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu unterstützen. ire
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