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Pay-TV-Angebote der verschiedenen Plattformen überzeugen die Kunden zunehmend
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VPRT Pay-TV überspringt erstmals 3-Milliarden-Euro-Hürde

Pay-TV-Angebote der verschiedenen Plattformen überzeugen die Kunden zunehmend
Pay-TV bleibt ein Kassenschlager. Im vergangenen Jahr kletterten nicht nur die Abonnentenzahlen und die Nutzungsdauer in die Höhe, sondern auch die Umsätze. Außerdem prognostiziert der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) ein weiteres Wachstum von bis zu 12 Prozent.
von Katrin Ansorge, Dienstag, 25. Juli 2017
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    Für die DACH-Region, also den Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz, vermeldet der Verband im Rahmen eines Pressegespräches in München sogar einen neuen Rekord: Erstmals kletterten die Pay-TV- und Paid-Video-on-Demand-Umsätze dort im Jahr 2016 über die 3-Milliarden-Euro-Marke. Im Vergleich zum Vorjahr (2,7 Milliarden Euro) entspricht das einem Plus von rund 11 Prozent. Gegenüber 2012 schlägt damit sogar ein Zuwachs von 50 Prozent zu Buche, betont Frank Giersberg, Mitglied der Geschäftsleitung und im VPRT verantwortlich für den Bereich Markt- und Geschäftsentwicklung. In Deutschland lagen die Umsätze bei 2,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,5 Milliarden Euro). Für den deutschsprachigen Raum prognostiziert der VPRT in der Marktanalyse "Pay-TV in Deutschland 2017" einen Anstieg um 10 bis 12 Prozent auf rund 3,4 Milliarden Euro.
    Die Zahl der Pay-TV-Abonnenten in Deutschland  ist  von  6  Millionen im  Jahr  2012 auf 7,6 Millionen   zum   Jahresende   2016 gestiegen
    Die Zahl der Pay-TV-Abonnenten in Deutschland ist von 6 Millionen im Jahr 2012 auf 7,6 Millionen zum Jahresende 2016 gestiegen (Bild: VPRT)
    Für das Umsatzplus sorgten im Jahr 2016 rund 7,6 Millionen Pay-TV-Abonnenten in Deutschland (2015: 7,3 Millionen) beziehungsweise rund 8,4 Millionen in der DACH-Region (Vorjahr: 8,1 Millionen). Auch hier verbreitet der VPRT Optimismus und prognostiziert einen weiteren Nutzerzuwachs: So rechnet der Verband Ende dieses Jahres mit 7,9 Millionen Abonnenten in Deutschland und 8,7 Millionen in der DACH-Region. Die bisherigen Abonnenten haben zudem die ihnen zur Verfügung stehenden Programme intensiver genutzt: Die durchschnittlich erfasste monatliche Reichweite der Pay-TV-Angebote lag in Deutschland im Jahr 2016 bereits bei 13,1 Millionen (2015: 11,7 Millionen) und im ersten Halbjahr 2017 sogar schon bei 15,8 Millionen Zuschauern pro Monat. Die positiven Zahlen führten am Dienstag direkt zu ersten Reaktionen aus dem Markt. Hannes Heyelmann, Senior Vice President und Managing Director für Zentral- und Osteuropa bei Turner, kündigt in München weitere Investitionen in Pay-TV an: "Wir werden in den nächsten Monaten über 10 Millionen Euro für deutsche Eigenproduktionen ausgeben." Für Katharina Behrends, Managing Director NBC Universal International Networks im deutschsprachigen Bereich, belegen die aktuellen Zahlen "eindrucksvoll", dass die Vielfalt der Angebote einen echten Mehrwert bietet, der die Zuschauer überzeugt.
    Aktuell sind in Deutschland 103 Pay-TV-Programme abonnierbar
    Aktuell sind in Deutschland 103 Pay-TV-Programme abonnierbar (Bild: VPRT)

    Besonders der Sport, nach dem Unterhaltungssegment der zweitgrößte Pay-TV-Bereich gemessen an der Programmzahl, gilt als Zuschauermagnet. Von insgesamt 105 in Deutschland abonnierbaren Programmen senden die 19 Kanäle bei weitem nicht nur Fußball, sondern locken auch Handball-, Eishockey-, Motorsport-, Angel- oder Darts-Fans vor das Fernsehgerät. "Sport Content spielt neben fiktionalen Inhalten gerade in der Neukundengewinnung eine entscheidende Rolle", bestätigt Wolfgang Elsäßer, Senior Vice President Businnes Unit TV bei der Deutschen Telekom. Zudem sei die hohe Anzahl der Ausspielwege im Pay-TV gerade im Sportbereich von großer Bedeutung, sagt Susanne Aigner-Drews, Country Manager DACH bei Discovery Communications: "Nicht nur die Sportfans profitieren davon, ihre Sportarten auf allen Endgeräten zeitlich unabhängig und mobil konsumieren zu können, sondern auch Randsportarten, die keinen Weg ins Free-TV finden." kan
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