VDZ-Studie Verlage entdecken den Wert der Abonnenten neu

Dienstag, 22. Oktober 2013
Print bleibt für die meisten Verlage die tragende Säule ihres Geschäfts
Print bleibt für die meisten Verlage die tragende Säule ihres Geschäfts


Das klassische Printgeschäft ist und bleibt für die Mehrheit der deutschen Verlage die tragende Säule. Nur eine Minderheit der Verlage konzentriert sich in erster Linie auf digitale Geschäftsfelder. Dies geht aus der Studie "Erlösstrategien 2015" hervor, die der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger VDZ heute beim Publisher's Summit vorgestellt hat.
Demnach sorgt bei 75 Prozent der Verlage das klassische Printgeschäft nach wie vor für einen Großteil des Umsatzes. Bis 2015 wird sich aber nur noch etwas mehr als die Hälfte der Verlage (54 Prozent) vornehmlich auf Printprodukte konzentrieren. Auf der anderen Seite steigt die Zahl der Verlage, die sich vor allem auf digitale Geschäfte fokussieren: Aktuell sind es lediglich sechs Prozent, innerhalb von zwei Jahren wird dieser Wert laut Studie auf 18 Prozent ansteigen.

"Print bleibt für die meisten Verlage auch in den nächsten Jahren ein wichtiges Standbein", kommentiert Ludwig von Jagow, Geschäftsführer Vertrieb im VDZ, das zentrale Ergebnis der Studie. "Das Digitalgeschäft gewinnt an Bedeutung, aber die meisten Verlage sehen darin keinen Ersatz, sondern eine Ergänzung des klassischen Printgeschäfts."

Im klassischen Printgeschäft sehen die meisten Verlage den Ausbau des Abonnenten-Geschäfts als ihre wichtigste Aufgabe: 82 Prozent der befragten Verlagsmanager sieht darin ein "wichtiges" oder "eher wichtiges" Handlungsfeld. 77 Prozent der Verlage wollen außerdem neue Vertriebswege erschließen, für 69 Prozent der Entscheider spielt die Entwicklung neuer Titel eine zentrale Rolle. Außerdem betonen die Befragten die Notwendigkeit zu weiteren Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen.

Im Digitalgeschäft ist für 90 Prozent der Befragten die Entwicklung neuer Produkte die wichtigste Herausforderung. Jeweils 80 Prozent der Verantwortlichen wollen sich außerdem um eine Paid-Content-Strategie und den Ausbau mobiler Dienste kümmern. Für die Studie von VDZ, der Beratungsgesellschaft KPMG und der Hochschule Fresenius wurden 83 Vorstände, Geschäftsführer und Verlagsmanager aus Zeitschriften- und Zeitungsverlagen befragt. dh
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