Urteil Spiesser gewinnt im Auflagenstreit mit Bauer

Donnerstag, 19. September 2013
Der Verlag der Jugendzeitschrift hat sich gegen Bauer durchgesetzt
Der Verlag der Jugendzeitschrift hat sich gegen Bauer durchgesetzt

Erfolg für den "Spiesser": Das Oberlandesgericht München hat die Klage der Bauer Media Group gegen den Dresdner Verlag in zweiter Instanz abgewiesen und das erstinstanzliche Urteil wieder einkassiert. Bauer wollte dem Gratis-Konkurrenten seines Jugendmagazins "Bravo" verbieten lassen, mit offiziellen IVW-Zahlen zu werben. In der ersten Instanz hatte das Landgericht München dem "Spiesser" untersagt, gegenüber Werbekunden mit angeblich nicht belegten Auflagenzahlen zu werben. Die Zeitschrift wird gratis an Schulen ausgelegt. Die IVW weist für die Zeitschrift daher lediglich die verbreitete Auflage und die Zahl der Auslegestellen aus. Bauer stellt die Zahlen der IVW allerdings in Frage.

"Heute wurde meines Erachtens erneut gerichtlich bestätigt, dass unsere Zahlen korrekt sind: Das Verbot der Werbung mit den IVW-Zahlen wurde aufgehoben", freut sich Spiesser Geschäftsführer Frank Haring. Der Verlag stellt mittlerweile ohnehin die von Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse (AWA) erhobene tatsächliche Leserzahl in den Mittelpunkt seiner Kommunikation. Laut AWA erreicht die Zeitschrift bei einer Druckauflage von 500.000 Exemplaren je Ausgabe 570.000 Leser. dh
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