Unruly-Studie Millennials wählen TV-Programm nach Werbeclips in Social Media aus

Freitag, 08. Mai 2015
Die jüngste Studie von Unruly befasst sich mit der TV-Nutzung von Millennials
Die jüngste Studie von Unruly befasst sich mit der TV-Nutzung von Millennials
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Große Teile der "Generation Y" schalten TV-Formate ein, nachdem sie zuvor einen entsprechenden Trailer, Werbeclip oder Ausschnitt in den sozialen Netzwerken gesehen haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Social-Media-Marketing-Anbieters Unruly. Demnach sind es 80 Prozent der Millennials, die auf Facebook, Youtube und Co auf eine Fernsehsendung aufmerksam werden. Außerhalb dieser Bevölkerungsgruppe sind es 66 Prozent.
Dagegen teilen die Millennials im Vergleich zum durchschnittlichen TV-Zuschauer etwa 10 Prozent weniger digitale Werbeclips für Fernsehformate. Ganz offensichtlich schaffen es die TV-Vermarkter also bislang nicht, zielgruppengerechte Inhalte zu produzieren. Gerade die Generation Y ist nach Auffassung von Unruly schwer fassbar, weil sie weniger klassisches TV schaut als der Rest der Bevölkerung. "Viele TV-Vermarkter, gerade hier in Deutschland, verpassen eine echte Chance, um ihre Zuschauerzahl signifikant zu steigern. Aktuell befinden wir uns in einem goldenen Zeitalter für Fernsehinhalte, wie viele moderne Produktionen eindrucksvoll demonstrieren", sagt Martin Dräger, Geschäftsführer von Unruly Deutschland. "Leider haben deutsche TV-Sender noch keine adäquate Form der Darreichung gefunden, ihre Sendungen in den Bereichen Digital und Social Media vorab für potentielle neue Zuschauer zu präsentieren. Immer stärker fragmentierte Zielgruppen, Werbeüberdruss und die Sozialisierung mit digitalen Medien bestärken diese Situation zunehmend." Dazu fehle es an geeigneten Methoden, um Video-Kampagnen mit Blick auf eine optimale Resonanz auszuwerten, um seine Share-Rate sukzessive zu steigern, so Dräger weiter. 
„Viele TV-Vermarkter, gerade hier in Deutschland, verpassen eine echte Chance, um ihre Zuschauerzahl signifikant zu steigern.“
Martin Dräger
Des Weiteren zeigt die Erhebung, das 39 Prozent der Millennials mehr Online-Videoinhalte auf ihrem Smartphone schauen als der durchschnittliche TV-Zuschauer. Die Wiedererkennung von Marken ist bei den untersuchten Videos dabei überraschend gering und liegt unter der US-Norm für Markenwiedererkennung (lediglich 75 Prozent).

Für die Studie wurden 14.221 digitale Werbevideos zu TV-Sendungen der fünf großen Fernsehanstalten in den USA analysiert. Den gesamten Report gibt es zum kostenlosen Download. tt
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