Umstrittene Cover Presserat entscheidet über Beschwerden zu "Charlie Hebdo" und "Spiegel"

Donnerstag, 23. Februar 2017
Wegen dieses "Charlie Hebdo" -Covers gingen beim Deutschen Presserat Beschwerden ein
Wegen dieses "Charlie Hebdo" -Covers gingen beim Deutschen Presserat Beschwerden ein
© Charlie Hebdo

Der Deutsche Presserat entscheidet noch im März sowohl über Beschwerden zum umstrittenen "Spiegel"-Titelbild mit US-Präsident Donald Trump als auch zum "Charlie Hebdo"-Cover mit Angela Merkel.
Das Satiremagazin "Charlie Hebdo" hatte die Kanzlerin in seiner deutschen Ausgabe Anfang Februar in einer Karikatur mit blutigem Messer in der einen, den abgetrennten Kopf des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz in der anderen Hand gezeigt. Dazu ging eine Beschwerde beim Presserat ein, in der kritisiert wurde, die Darstellung diffamiere die Bundeskanzlerin. Der Beschwerdeausschuss beschäftige sich bei der nächsten Sitzung am 23. März mit dem Vorwurf, sagte Presseratssprecherin Edda Eick am Mittwoch. Am gleichen Termin soll auch über die Beschwerden entschieden werden, die zum "Spiegel"-Titelbild eingegangen sind, an das sich "Charlie Hebdo" kurz danach angelehnt hatte. Es zeigt den US-Präsident Donald Trump in ähnlicher Pose, den Kopf der Freiheitsstatue hochhaltend. Gestaltet hatte es der aus Kuba stammende Künstler Edel Rodriguez, der 1980 als politischer Flüchtling in die USA gekommen war. Dazu waren 21 Beschwerden eingegangen. Kritisiert wurde unter anderem, die Darstellung des US-Präsidenten sei ehrverletzend. dpa
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