Umfrage Zahlungsbereitschaft für Online-Inhalte ist nach wie vor gering

Freitag, 22. Mai 2015
Die Zahlunsgbereitschaft für Paid Content könnte besser sein
Die Zahlunsgbereitschaft für Paid Content könnte besser sein
Foto: Coloures-pic/Fotolia

Immer mehr Verlage setzen im Internet auf Paid Content - die Zahlungsbereitschaft für Online-Inhalte ist aber nach wie vor gering. Etwas größer ist die Bereitschaft, für einzelne Artikel Geld auszugeben. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Survey Monkey hervor.
Demnach sind fast neun von zehn Deutschen (88 Prozent) nach wie vor nicht bereit, für redaktionelle Online-Inhalte zu bezahlen. Die gute Nachricht für die hiesigen Verlage: Mit einem Anteil von 12 Prozent der Online-Nutzer, die bereits für Inhalte im Netz bezahlen, liegt Deutschland im internationalen Vergleich vorne. In Australien geben lediglich 11,8 Prozent der Nutzer Geld für Online-Inhalte aus, in den USA 9 Prozent, in Frankreich (6,7 Prozent) und Großbritannien (5,8 Prozent) ist die Zahlungsbereitschaft sogar noch wesentlich geringer ausgeprägt.  Für einzelne Artikel sind in Deutschland immerhin 35,5 Prozent der Nutzer bereit zu bezahlen, fast zwei Drittel der Nutzer (64,5 Prozent) wollen bislang aber nicht einmal für einzelne Texte Geld ausgeben.

Redaktionelle Texte werden nach wie vor am liebsten in gedruckter Form gelesen: Knapp die Hälfte der Deutschen lesen am liebsten Tageszeitungen (49,7 Prozent) und Zeitschriften (49,1 Prozent), immerhin 40,5 Prozent der Befragten haben ein Printprodukt abonniert. Immer mehr Nutzer konsumieren redaktionelle Inhalte aber auch gerne über elektronische Endgeräte: 44,3 Prozent der befragten Deutschen gaben an, dass sie gute Erfahrungen mit dem Konsum von Inhalten auf dem Computer gemacht haben, bei mobilen Geräten sind es 28 Prozent. Auch in dieser Hinsicht liegt Deutschland im internationalen Vergleich laut Survey Monkey übrigens vorne. Auch das dürfte für die hiesigen Verlage eine gute Nachricht sein.

Befragt wurden insgesamt 2500 Personen in Deutschland, England, Frankreich, Australien und den USA. dh
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