Umfrage Was die Branche von der Dmexco 2013 erwartet

Montag, 16. September 2013
Die Dmexco 2013 findet am 18. und 19. September in Köln statt
Die Dmexco 2013 findet am 18. und 19. September in Köln statt
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"Turning Visions into Reality" - Visionen Realität werden lassen: Das ist das Motto der Dmexco 2013. Um welche Visionen handelt es sich dabei? Welche aktuellen Trends prägen das Digital-Business? HORIZONT.NET hat bei Entscheidern aus der Branche nachgefragt.
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Matthias Berger, Managing Partner von Berger Baader Hermes, München

Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Jahr auf die Dmexco, welche Impulse erhoffen Sie sich? In erster Linie ist es ja der größte Networking Event unserer Branche. Ich freue mich auf das Wiedersehen vieler alter Freunde und Bekannter, die wiederum neue Impulse setzen werden. Konkret: Die Lösung der Leistungswertdiskussion zur Vergleichbarkeit von Multichannel Maßnahmen. Kommunikationslösungen werden immer komplexer und binden den Konsumenten im Idealfall während der Customer Journey an verschiedenen Touchpoints mit ein. Eine Auswertung solch einer Kampagne und die strategischen und kreativen Ableitungen daraus stellen uns alle vor Herausforderungen.

Was sind für Sie die digitalen Mega-Trends in diesem Jahr? Echtzeitkommunikation und die Optimierung von Kampagnen in Echtzeit über alle Kanäle und Devices. Ein Trend aber auch eine extreme Herausforderung für Kreativagenturen. Auch die Sprach- und Gestensteuerung und deren Anwendung in Kampagnen oder am PoS könnten sich langsam mal durchsetzen.

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie dadurch? Die Impulse und Kontakte werden gefiltert, angepasst und fließen dann direkt in die Strategien und Konzepte 2014 für unsere Kunden ein.

Was wollen Sie in diesem Jahr auf gar keinen Fall mehr hören bzw. sehen? Die Diskussion um die Mega-Trends. Erstens ändern die sich selbst in einer schnellen Branche, wie der unseren nicht jährlich. Zweitens ist inzwischen einfach alles an jedem Ort möglich. Also entscheidet wieder die Idee, die Relevanz in der der Umsetzung und dadurch die Resonanz der Menschen. Am Ende steht der Revenue für die Kunden.
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Michael Dunke, CEO IPG Mediabrands Deutschland

Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Jahr auf die dmexco, welche Impulse erhoffen Sie sich?
 Mit großer Spannung und Freude blicke ich der dmexco entgegen. Denn das diesjährige Motto Turning Visions into Reality verspricht einige interessante Themen. Daher bin ich auf viele Trends und Technologien gespannt, die Impulse für neue Ideen und Strategien im Marketing liefern können. Für mich steht aber immer die Frage im Vordergrund, wie schnell sich diese neuen Services konkret nutzbar machen lassen und praxisrelevant für unsere Kunden sind.

Was sind für Sie die digitalen Mega-Trends in diesem Jahr? Aus meiner Sicht stehen dieses Jahr ganz klar Programmatic Buying und Real-Time Advertising im Zentrum der Messethemen. Betrachtet man das Vortrags- und Seminar-Programm, erkennt man, dass auch der Markt das so sieht. Über die Hälfte der Vorträge handelt von diesen beiden Themen und wie entsprechende Services Unternehmen dabei unterstützen können, ihre Marketingziele zu erreichen. Weiterhin steht immer noch das Thema Mobile ganz oben auf meiner Agenda. Den Konsumenten ortsbasiert mobil zu erreichen und mit relevanten Informationen zu versorgen, bleibt für mich eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre.

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie dadurch? Unsere strategische Ausrichtung und die Weiterentwicklung unseres Netzwerks adressiert genau die oben genannten Marktentwicklungen und Trends. Daher erwarte ich, dass IPG Mediabrands und besonders unsere Tochteragenturen UM und Initiative auch weiterhin den Markt mitgestalten und mit neuen, innovativen Dienstleistungen auch künftig unsere Kunden dabei unterstützen, Konsumenten auf Augenhöhe zu begegnen.

Was wollen Sie in diesem Jahr auf gar keinen Fall mehr hören bzw. sehen? Ich will vor allem nichts mehr über die müßige Diskussion "Performance oder Branding" hören, das langweilt mich langsam. Für jeden Marketer sollte klar sein, dass es kein entweder oder in dieser Frage geben kann.
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Jörn Grunert, CEO Falk Technologies

Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Jahr auf die Dmexco, welche Impulse erhoffen Sie sich? Ich erwarte, dass die Messe noch größer ist, als im letzten Jahr und hoffe auf noch bessere Gespräche und neue Impulse bei der kanal- und deviceübergreifenden Betrachtung von Werbewirkung mit allen vorhandenen Daten.

Was sind für Sie die digitalen Mega-Trends in diesem Jahr? Nach theoretischen Betrachtungsweisen der letzten Jahre, steht jetzt die Umsetzung von intelligenten Werbeallokationen in Digital und TV Kanäle mithilfe aller vorhandenen Daten im Mittelpunkt.

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie dadurch? Als Anbieter von Multichannel Lösungen erwarten wir mehr Umsatz.

Was wollen Sie in diesem Jahr auf gar keinen Fall mehr hören bzw. sehen? Gar nicht mehr sehen möchte ich Einzelkanalbetrachtungen, die andere Kanäle ausser acht lässt.
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Andreas Helios, Senior Group Manager Digital Marketing Solutions bei Adobe

Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Jahr auf die dmexco, welche Impulse erhoffen Sie sich? Auf Basis der Erfahrungen aus dem letzten Jahr und den bisherigen Rückmeldungen erwarten wir jede Menge Andrang auf unserem Stand. Und aus den Gesprächen vor Ort erhoffen wir uns viele wertvolle Impulse von unseren Kunden, da sie unsere Produkte täglich einsetzen und erfahrungsgemäß immer interessante Anregungen sowie spannende Ideen haben.

Was sind für Sie die digitalen Mega-Trends in diesem Jahr? Das Marketing wird gläsern und messbar und kann dadurch nachprüfbar seinen Beitrag zum Unternehmenserfolg beziffern.

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie dadurch? Ein deutliches Wachstum und noch mehr Kunden, die anstelle punktueller Lösungen auf End-to-End Lösungen setzen. Damit können sie nicht nur viel Geld, sondern vor allem sehr viel Zeit sparen.

Was wollen Sie in diesem Jahr auf gar keinen Fall mehr hören bzw. sehen? Ich hoffe, dass Aussagen wie der Erfolg von Marketing sei nicht messbar oder der Social-ROI ließe sich nicht nachweisen endgültig ins Reich der Mythen verbannt wurden. Das ist Schnee von gestern.
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Stephan Horvath, President Draftfcb München

Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Jahr auf die Dmexco, welche Impulse erhoffen Sie sich? Als Digital CRM-Spezialist interessiert mich vor allem, wie Marken kanalübergreifend und ortsunabhängig mit ihren Zielgruppen interagieren können. Mobile spielt daher für mich eine wichtige Rolle und ich erwarte, dass dieser Bereich auch in diesem Jahr eines der Kernthemen der dmexco sein wird. Dabei erwarte ich Lösungen auf der Messe zu finden, die die steigende Verbreitung von Smartphones und die hohe Flexibilität durch Apps dazu nutzen, Konsumenten durch mehrwertige User Experience -Strategien stärker an die Marke zu binden und echte Dialoge zu führen. Zudem freue ich mich auf spannende Gespräche mit Kunden und Mitbewerbern und ich bin immer neugierig auf pfiffige Gadgets, Tools und Services mit hoher Usability.

Was sind für Sie die digitalen Mega-Trends in diesem Jahr? Für mich gibt es drei digitale Megatrends: Mobile, Social CRM und Smart Data. Denn: Unternehmen müssen dort präsent sein, wo die Kunden sind und brauchen intelligentes Marketing, um sie dort auch zu erreichen.

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie dadurch? Die Auswirkungen sind bereits spürbar: Anfragen für Projekte, die wir gerade in den genannten Bereichen durchführen sollen, nehmen kontinuierlich zu. Denn: Unsere Kunden erwarten von uns als Agentur, dass wir sie dabei unterstützen, eine schnelle, direkte und relevante Kommunikation zu ihren Konsumenten aufzubauen. Diese ist nur mit daten- und analysegetriebenen Strategien zu gewährleisten und daran müssen wir uns messen lassen.

Was wollen Sie in diesem Jahr auf gar keinen Fall mehr hören btw. sehen? Was mich nicht mehr interessiert, ist es wieder einmal von einem neuen bzw. weiterentwickelten Kommunikationskanal erzählt zu bekommen, der alle bisherigen Kommunikationsregeln außer Kraft setzt und dass deshalb das Rad neu erfunden werden muss. Vielmehr geht es doch darum, intelligente Prozesse und Erkenntnisse
auf alle für Produkt und Konsumenten sinnvolle Kanäle zu übertragen. Es gilt, neue Kanäle und Technologien in den bestehenden Mix zu integrieren und damit die Kommunikation von Marken und Unternehmen zu vervollkommnen. Es geht also um eine Verknüpfung aller relevanter Kanäle, um dem Konsumenten auf Augenhöhe und mit relevanten Inhalten begegnen zu können nicht um kurzfristige Kanalfokussierungen.
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Rob Jonas, Vice President und Managing Director EMEA und APAC PubMatic

Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Jahr auf die Dmexco, welche Impulse erhoffen Sie sich? This is our second year at dmexco and whilst last year was around building relationships and educating, this year is about getting down to business. The programmatic marketplace in Germany is on the cusp of massive change and 2014 will be a very interesting year. We are meeting with all of the major participants in the German market and expect to finalise partnerships with many of them as we head into 2014.

Was sind für Sie die digitalen Mega-Trends in diesem Jahr? We are seeing market adoption of programmatic increase. The media industry is quickly embracing change and looking for innovative solutions to deliver reach and revenue across all screens. The German market has been conservative in adopting new technologies in the past, which has often sparked concern over RTB growth, but this is now changing very rapidly as the landscape transitions to a multi-channel environment. Thirty-eight per cent of all Internet users in Germany go online via multiple devices, according to comscore.

- Cross-platform convergence publishers will need to treat all interactions on all devices mobile, tablet and desktop, equally and agencies will need to be able to execute all of their buys in a cohesive manner. Mobile is just another screen, and both publishers and media buyers are blending their sales activities to drive greater results and expand their footprint.

- Scale matters to buyers, and publishers are using the tools to buy and manage inventory that they do not own to deliver for their advertising clients. Publishers are able to append their first party data to non-owned and operated media to offer exclusive opportunities to use their most valuable asset (their consumer relationship) to extend market share with individual advertising clients. Being able to compete with the large media companies such as Google and Facebook. Publishers need to be able to compete at scale through the creation of audience driven commercial alliances across groups of publishers to satisfy advertiser demands.

- The rise of buyers and selling using RTB to transact directly using Private Marketplace strategies has been explosive. Publishers revenue driven by PMP deals via the PubMatic platform increased by 18,000% YoY. We have seen tremendous growth of publishers packaging and selling their media directly to agencies and advertisers using the protocols of RTB. Publishers are able to manage their market share for each client, and buyers can manage their direct spend while still getting the efficiencies of RTB.

- Market consolidation and exits this year has already seen successful exits in the advertising technology sector for Jumptap, adpa.tv, YuMe and Tremor Media. As we finish 2013 and head into 2014, we will see more of these as RocketFuel and Criteo head to the public markets. The latter will be some of the first adtech 2.0 businesses to become public companies and this will not only create successful exits for founders and investors, but also highlight the deficiencies of adtech 1.0 companies. The latter group will come under increasing pressure to adapt to the programmatic buying paradigm, or die.

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie dadurch? Increasing the size and scale of our business and more publishers monetise their assets through our platform and areas such as Private Marketplaces continue to grow.

Being able to deliver a full stack to publishers and being a one stop shop for publishers. Our One Platform vision allows buyers and sellers to transact on every type of digital ad inventory from a seamless UI.

We have an integrated DMP for audience selling.

Was wollen Sie in diesem Jahr auf gar keinen Fall mehr hören bzw. sehen? It being the year of mobile. Consumption of media has changed; consumers are using multiple devices and publishers and advertisers/agencies need to invest in strategies and technology that enable them to align their business strategies with how the consumer is moving.
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Andreas Küenle, Geschäftführer Netpoint Media

Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Jahr auf die Dmexco, welche Impulse erhoffen Sie sich? Wir haben auch dieses Jahr keine Kosten und Mühen gescheut und sind wieder mit unserem kompletten Team auf der dmexco vertreten. Wie in den letzten Jahren erwarten wir einen intensiven Austausch mit Agenturen, Kunden und natürlich auch unseren Publishern. Positive Impulse erwarten wir hinsichtlich neu entwickelter Produkte in den Bereichen Bewegtbild und Targeting.

Was sind für Sie die digitalen Mega-Trends in diesem Jahr? Den Mega-Trend kann ich für 2013 nicht wirklich ausmachen. Dennoch gibt es sehr viele rasante digitale Themen die kontrovers diskutiert werden: Da wäre zum einen die Weiterentwicklung hinsichtlich der Automatisierung von Buchungsprozessen und intelligentere Aussteuerung (Programmatic Buying / RTA /RTA) der Werbung. Auch spannend ist natürlich das Thema Marktkonsolidierung unter den Online-Vermarktern. Die Gerüchteküche brodelt, ein Trend ist (noch) nicht zu erkennen.

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie dadurch? Durch die Investitionen in Marktplätze und automatisierte Buchungsprozesse erwarten wir in naher Zukunft eine smartere Abwicklung und auch eine Effizienzsteigerung.

Was wollen Sie in diesem Jahr auf gar keinen Fall mehr hören bzw. sehen? Mobile-Werbung boomt!
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Sascha Martini, CEO Razorfish Deutschland

Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Jahr auf die dmexco, welche Impulse erhoffen Sie sich? Ich erwarte, dort vor allem geschätzte Kollegen und Kunden zu treffen sowie inspirierende Impulse durch Vorträge und Gespräche zu erhalten. Welche Impulse das dann tatsächlich sind, lasse ich auf mich zukommen.

Was sind für Sie die digitalen Mega-Trends in diesem Jahr? Natürlich ist das Thema 'Daten und der Umgang damit eines der großen Themen in diesem Jahr. Aber auch andere Themen wie m-Commerce, Social Commerce, Social CRM und Interactive Digital Signage halte ich momentan für sehr spannend und interessant. Grundsätzlich finde ich das diesjährige Motto "Turning visions into reality" ganz passend: Vieles was bislang als Möglichkeit oder Versprechen daherkam wird jetzt greifbare Realität.

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie dadurch? Razorfish ist traditionell eine progressiv ausgerichtete Agentur, die frühzeitig Trends in ihr Leistungsportfolio integriert. Ich gehe davon aus, dass wir auch in Zukunft neue Geschäftsbereiche erschließen möglicherweise sind das diejenigen, die momentan auf der dmexco als Trends zu erkennen sind.
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Jens Oberbeck, General Manager DACH InMobi

Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Jahr auf die Dmexco, welche Impulse erhoffen Sie sich? Ich möchte neue Trends im Markt aufnehmen und freue mich, die gesamte digitale Werbebranche an einem Ort komprimiert zu treffen. Ich erhoffe mir, basierend auf den neu vorgestellten Trends, neue mobile Lösungen und Angebote für Kunden ableiten zu können.

Was sind für Sie die digitalen Mega-Trends in diesem Jahr? Ein anhaltender Trend ist die Adaption von Online-Marketing auf mobile, wobei mobile eine Weiterentwicklung von Rich-Media und Videolösungen aus dem Onlinebereich darstellt und durch die besseren Interaktionsmöglichkeiten eine höheres Brandengagement erlaubt. Rich Media Werbung auf mobilen Endgeräten macht eine Marke nun endlich erlebbar.

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie dadurch? InMobi gehört als mobile-only Player mit ausgereiften Produkten zu den Gewinnern dieses Mega-Trend und wir erwarten weiterhin starke Zuwächse im mobilen Werbevolumen.

Was wollen Sie in diesem Jahr auf gar keinen Fall mehr hören bzw. sehen? Die Diskussion vom "zeitnahen" Durchbruch von mobile ist nun wirklich abgeschlossen, weil das Thema bereits einen festen Platz in der digitalen Werbewirtschaft und Mediaplanung gefunden hat.
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Stephan Ritter, Managing Director Fork Unstable Media

Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Jahr auf die dmexco, welche Impulse erhoffen Sie sich? Ich hoffe, dass sich der Trend des letzten Jahres fortsetzt: Von der 'dunklen Seite des Webs' zur ernstzunehmenden Digitalmesse. Vielleicht finden dann auch die Kreativagenturen irgendwann wieder zurück.

Was sind für Sie die digitalen Mega-Trends in diesem Jahr? 1. Customer Experience und -Journey haben ihren Weg aus dem hochspezialisierten Konzepter-Toolset in die Marketingstrategie gefunden und immer mehr Unternehmen verlassen so ihre Silo-Innensicht. Wichtig: Die Experiences müssen ganzheitlich gedacht sein.

2. Responsive Marketing: Nicht nur Websitedesign reagiert intelligent auf Kontext und Endgeräte. Vielmehr verlässt das gesamte Marketing-Instrumentarium die Linearität und wird fit gemacht für Echtzeit-Interaktion.

3. Content Marketing und die Vorbereitung auf das semantische Web sind entscheidend für zeitgemäße Webkonzepte.

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie dadurch? Konzeptions- und Kreativprozesse müssen immer agiler, kollaborativer und innovativer werden. Auch auf Kundenseite. Marketer müssen größere Verantwortung für Geschäftsziele übernehmen. Die Frage, wo das Geld verdient wird und warum, wird immer zentraler.

Was wollen Sie in diesem Jahr auf gar keinen Fall mehr hören bzw. sehen? Niemals mehr möchte ich von einem Kunden hören, dass ihm der Content-Strategie-Ansatz zu gewagt sei und er lieber auf Conversion setzt.
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Jascha Samadi, Geschäftsführer & Gründer, apprupt GmbH

Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Jahr auf die Dmexco, welche Impulse erhoffen Sie sich? Wir erwarten, dass in den Köpfen der Werber eine stärkere Medienfokussierung stattfindet - hin zu einer noch angemesseneren Allokation von Ad Spendings und Ressourcen, unter Beachtung der sich völlig indifferent entwickelnden Gattungs-Reichweiten. Und das nicht nur im Vergleich Online vs. Mobile, sondern vor allem im Vergleich zur Klassik. Mehr als 30 Mio. Smartphone- und Tablet-Nutzer im deutschen Markt sollten inzwischen eine hinreichend große Audience darstellen, um Brand Advertisern den mobilen Kanal schmackhaft zu machen. Rein kommunikativ gilt es auch in diesem Jahr viele alte Bekannte zu treffen. Die beiden Tage werden zwar anstrengend, trotzdem soll in unserem Team auch der Spaß nicht zu kurz kommen.

Was sind für Sie die digitalen Mega-Trends in diesem Jahr? Ganz wichtig ist heuer das Verstehen von Zielgruppen über alle Bildschirme hinweg. In diesem Bereich ist im laufenden Jahr viel Bahnbrechendes zutage gefördert worden. Besonders die Rolle des mobilen Devices hat hier enorm an Bedeutung gewonnen, vor allem hinsichtlich der Werbewirkung und des Einflusses im Kaufentscheidungsprozess. Ein weiterer Trend ist sicherlich das Thema Daten und angesichts der aktuellen Nachrichtenlage vor allem das Thema Datensicherheit.

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie dadurch? Das Trendthema Second Screen birgt für uns als mobiler Premiumvermarkter naturgemäß außergewöhnlich starke Potentiale und Herausforderungen, sowohl technologischer als auch werbekreativer Natur. Als mobiler Innovation- und Technology Leader sehen wir uns hier aber bereits bestens aufgestellt.

Was wollen Sie in diesem Jahr auf gar keinen Fall mehr hören bzw. sehen? "Mobile is going to be the next big thing". Mobile ist bereits voll und ganz angekommen und prägt als digitales Kernmedium unser Leben tagtäglich.
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Mathias Sinn, Managing Director, Hi-ReS! Berlin

Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Jahr auf die Dmexco, welche Impulse erhoffen Sie sich? Nach wie vor ist Big Data ein riesen Thema, vielleicht noch mehr als im letzten Jahr aufgrund der aktuellen Diskussion um Datensicherheit. Allerdings sehe ich keine nennenswerten neuen Mega-Trends. Die Digitalisierung unseres Lebens schreitet schlicht und ergreifend voran. Das heißt: Wir Menschen verbringen einfach noch mehr Zeit vor Screens unabhängig von Ort und Zeit - eben always Online! Zudem werden immer mehr Produkte aus unserem Alltag mit dem Web verknüpft vom Auto bis zur Espresso-Maschine - Stichwort "Connected".

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie dadurch? Es entstehen viele neue technische Möglichkeiten, welche zukünftig das Erlebnis und das Bild von Marken und Produkten viel stärker beeinflussen als reine Kommunikations-Kampagnen. Die technische Komplexität unserer Projekte steigt. Die Impulse für kreative Ideen kommen nicht mehr nur noch aus der Kreation, sondern auch aus der Technik. Unsere These, dass Marketing im digitalen Zeitalter ohne technologisches Know-how nicht mehr erfolgreich sein kann, bestätigt sich immer mehr.

Was wollen Sie in diesem Jahr auf gar keinen Fall mehr hören bzw. sehen?Die Diskussion 1st, 2nd, 3rd Screen und welcher Screen welche Bedeutung hat ist mir zu klein. Wir müssen für die Zielgruppen unserer Kunden ein einzigartiges Markenerlebnis schaffen und kein Screen ist dazu mehr alleine in der Lage. Es kommt auf das kluge Zusammenspiel an.
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Bernd Wagner, Sales Director DACH bei ExactTarget

Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Jahr auf die dmexco, welche Impulse erhoffen Sie sich? Als internationaler Marktführer im Bereich digitales Marketing ist die dmexco für uns eine der zentralen Veranstaltungen überhaupt. Wir wollen den Besuchern unsere innovativen und integrierten Lösungen präsentieren und erwarten durch unsere Präsenz vor Ort eine weitere Stärkung unserer Positionierung in der DACH-Region. Zudem möchten wir bestehende Kontakte zu wichtigen Branchenvertretern und Partnern intensivieren und neue Geschäftskontakte erschließen.

Was sind für Sie die digitalen Mega-Trends in diesem Jahr? Der zentrale Trend in diesem Jahr ist das Thema Mobility. Der Fokus auf mobile Geräte beeinflusst mittlerweile alle Aktivitäten im digitalen Marketing und wird so zum Herzstück der Interaktion mit dem Kunden.

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie dadurch? Wir rechnen mit vielen zusätzlichen Leads und Kontakten, die unser Wachstum hinsichtlich Kundenzahl und Umsatz im deutschsprachigen Raum unterstützen.

Was wollen Sie in diesem Jahr auf gar keinen Fall mehr hören bzw. sehen? Nicht personalisierte und unspezifische Marketing-Kommunikation nach dem Gießkannenprinzip ist ein absolutes No Go .
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Sven Weisbrich, CEO Universal McCann Deutschland

Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Jahr auf die dmexco, welche Impulse erhoffen Sie sich? Letztes Jahr standen ganz klar die Themen Multi-Channel-Marketing, Customer Journey, Social/Local/Mobile und Real-Time Bidding im Zentrum der Messe-Präsenzen. Auch die digitale Markenführung nahm einen gewichtigen Platz ein. Dieses Jahr wird sich aus meiner Sicht alles darum drehen, wie Unternehmen die im Vorjahr gezeigten Technologien und Trends in neue Denkmodelle und Strategien für das Marketing integrieren können. Immer mit dem Ziel: Auf transformierende Faktoren wie dem demographischen, sozialen und technologischen Wandel zu reagieren.

Was sind für Sie die digitalen Mega-Trends in diesem Jahr? Für mich stehen ganz klar Weiterentwicklungen im Programmatic Buying sowie eine Neuausrichtung der Organisationsformen der Exchange-Plattformen im Zentrum. Hier möchte ich die sogenannten Private Marketplaces (PMPs) nennen, die das Trading wesentlich effizienter und steuerbarer machen. Auf diesen Plattformen können Vermarkter ihr Premium-Inventar fest definierten Kunden anbieten und so bessere Ergebnisse erreichen alles in einer kontrollierten Umgebung.

Auch Marketing Intelligence wird dieses Jahr stärker ins Zentrum der Messethemen rücken. Denn: Immer mehr Unternehmen stellen in Zeiten von steigenden Datentransfers fest, dass die Masse der Daten nicht alles ist. Informationen müssen genau analysiert werden, um Wirkungsverhältnisse zwischen Konsumenten und Touchpoints zu bewerten und vorherzusagen. Nur so können Unternehmen diese Datenschätze auch wirklich heben und einen echten Mehrwert generieren.

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie dadurch? Das alles hat natürlich auch Auswirkungen auf uns als Agentur und unser Geschäftsmodell. Mit den steigenden Herausforderungen einer immer digitaler werdenden Welt steigen auch die Erwartungen unserer Kunden an uns es geht schon lange nicht mehr um reine Mediabelegung. Unternehmen wollen einen Partner, der sie kreativ und strategisch dabei unterstützt, ihre Business-Ziele zu erreichen. Ein integriertes Leistungsportfolio aufzubauen ist daher eine unserer Hauptaufgaben der Zukunft. Es gilt alle Bereiche von den klassischen Media-Leistungen und Analytics über Kommunikation bis hin zu tiefgreifender Marktforschung, Real-Time Advertising und der Arbeit im Social Web anzubieten und miteinander zu verknüpfen. Bei UM verfolgen wir dieses Ziel schon seit Jahren und sehen uns in der Lage, unseren Kunden auch bei schwierigen Transformationsprozessen zu führen.

Was wollen Sie in diesem Jahr auf gar keinen Fall mehr hören bzw. sehen? In den letzten Jahren verkam die Messe aus meiner Sicht immer mehr zu einer reinen Sales- und Vertriebs-Show. Es ging nicht vorrangig um Inhalte, Trends und Business-Ideen, sondern vorwiegend um die Vermarktung der gezeigten Lösungen. Die Leute, die die dmexco besuchen, wollen aber etwas lernen, sie wollen inspiriert werden. In dieser Beziehung können sich die Messeorganisatoren noch eine Scheibe bei den TED- und DLD-Konferenzen abschneiden.

Auch die starke Fokussierung auf Media-Themen geht an der Agenturwirklichkeit vorbei. Hier müssen die Anbieter weniger auf der alten Mähr von Online vs. Offline oder Digital vs. Klassik herumreiten. Das Motto sollte lauten: Mehr Weitsicht, Trends und Business.
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Volker Wiewer, Vice President International, Teradata eCircle

Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Jahr auf die Dmexco, welche Impulse erhoffen Sie sich? Auch in diesem Jahr wird Big Data weiterhin ein großes dmexco-Thema sein. Gemäß dem Motto Turning Visons into Reality wünsche ich mir brauchbare Lösungen und Cases, die aufzeigen wie die immensen Datenschätze im Online Marketing und E-Commerce für Umsatzsteigerungen und besseres Targeting nutzbar gemacht werden können.

Was sind für Sie die digitalen Mega-Trends in diesem Jahr? Data Driven Marketing ist die Zukunft. Unabhängig von Zeit und Ort oder auch der Technologie erwarten die Kunden eine personalisierte und relevante Kommunikation. Datengestütztes Marketing wird hier zum Schlüsselelement und hält zunehmend Einzug in die Realität der Unternehmen: Wer seine Kunden dort abholen möchte, wo sie sind und mit ihnen in einen personalisierten Dialog eintreten will, muss wissen mit wem er es zu tun hat. Dafür sind die gezielte Analyse und Nutzung von Daten, sowie eine Automation der Marketingprozesse natürlich unausweichlich.

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie dadurch? Unsere Lösungen ermöglichen bereits einen datengetriebenen Marketing-Kreislauf. Das integrierte Marketing Management umfasst hier viele Bereiche von der Planung und Budgetierung über Durchführung und Kontrolle von Marketingkampagnen bis hin zu zur Datenanalyse und Datenmanagement. Module wie beispielsweise das Marketing Ressource Management verkaufen sich in den USA wie von selbst. Die Nachfrage ist riesig. Ich hoffe, dass der Markt auch hierzulande weiter in Schwung kommt.

Was wollen Sie in diesem Jahr auf gar keinen Fall mehr hören bzw. sehen? Die Diskussion darum, dass die E-Mail ausgedient hat. Allerdings sind wir der Meinung, dass E-Mail Kommunikation allein nicht mehr den Anforderungen von Kunden und Interessenten gerecht wird. In den nächsten drei bis fünf Jahren wird sich die Branche auf tief greifende Änderungen einstellen müssen. Kleinere Unternehmen werden verschwinden, andere gehen mit CRM Anbietern zusammen. Der Markt braucht flexible Lösungen und Services, mit denen sich Digitale und klassische Kanäle nahtlos integrieren lassen.
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Tobias M. Zielke, Geschäftsführer Responsys Deutschland

Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Jahr auf die dmexco, welche Impulse erhoffen Sie sich? Wir hoffen, dass Marketing-Verantwortliche den Trend der Zeit erkennen, ihren Fokus nicht mehr auf Kampagnen- sondern auf Beziehungsmarketing zu legen und ihr Cross-Channel-Marketing entsprechend zu modernisieren. Nur so können sie mit in eine neue Ära starten, die dem Verbraucherverhalten entspricht und damit dem Werbetreibenden neue Optionen der Kundenkommunikation ermöglicht.

Was sind für Sie die digitalen Mega-Trends in diesem Jahr? Ein digitaler Megatrend ist das orchestrierte Cross-Channel-Marketing, denn damit können Verbraucher an ihren bevorzugten Berührungspunkten abgeholt werden - wann und vor allem über welchen Kanal sie möchten, unabhängig ob via E-Mail, Mobile, Social, Display oder Web.

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie dadurch? Wir hoffen, dass Marketing-Verantwortliche besser verstehen, warum sie nicht mehr auf Batch & Blast", also den reinen Massenversand von kampagnengesteuerten E-Mails, setzen sollten, wenn sie heute vielmehr hochautomatisierte und individualisierte Programme aufsetzen können, mit denen sie zusätzlich Zeit sparen. Zeit, die Marketer brauchen, um zu analysieren und neue Strategien zu erörtern, statt im täglichen Kampagnen-Ausführen fest zu sitzen.

Was wollen Sie in diesem Jahr auf gar keinen Fall mehr hören bzw. sehen? DIE neue Innovation, die E-Mail ablösen wird. Gerade die letzten zehn Jahre haben gezeigt, dass die E-Mail das robusteste Marketing-Instrument ist. Selbstverständlich unterliegt auch dieses Medium wirtschaftlichen Schwankungen, jedoch können gerade E-Commerce-Unternehmen bestätigen, wie wichtig der Absatzkanal E-Mail für ihr Geschäftsmodell ist. Daher bin ich davon überzeugt, dass uns dieses Medium noch viele Jahre weiter begleiten, aber zusätzlich durch weitere Berührungspunkte entlang des Kundenlebenszyklus ergänzt wird. Außerdem wäre es schön, den Satz Wir wollen nur, dass unsere E-Mails versendet werden nicht mehr zu hören, denn das entspricht nicht dem Anspruch eines New-School-Marketers. New-School-Marketer, sind Marketing-Verantwortliche, die erkennen, wie wichtig es ist, Verbraucher und deren Verhalten zu analysieren, um ihnen relevanten Content zu senden. Und das geht weit über nur versenden" hinaus.
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