Umfrage Jeder zweite Deutsche will Google-Daten löschen lassen

Montag, 19. Mai 2014
Mehr als die Hälfte der Deutschen will laut einer Umfrage das "Recht auf Vergessen" nutzen
Mehr als die Hälfte der Deutschen will laut einer Umfrage das "Recht auf Vergessen" nutzen
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Auf die Suchmaschinenbetreiber dürfte künftig einiges an Arbeit zukommen: Nachdem der Europäische Gerichtshof vergangene Woche Google dazu verpflichtet hat, Verweise auf Webseiten mit sensiblen persönlichen Daten aus seiner Ergebnisliste zu streichen, will jeder zweite Deutsche von diesem Recht Gebrauch machen. Das ist das Ergebnis einer Emnid-Umfage für das Nachrichtenmagazin "Focus". Insgesamt wollen 51 Prozent der Befragten unliebsame Daten löschen lassen, 39 Prozent planen dies nicht. Auf besonderes Interesse stößt das "Recht auf Vergessen" bei Anhängern der FDP: 71 Prozent gaben an, diese Option nutzen zu wollen. Bei den SPD-Sympathisanten sagten das 60 Prozent, bei denen der Linkspartei 53 Prozent. Geringer fällt der Löschwunsch bei den Anhängern von Bündnis 90/Die Grünen (51 Prozent) und Union (50 Prozent) aus. Emnid befragte für den "Focus" am 14. und 15. Mai 1004 repräsentativ ausgewählte Personen.

Bereits vergangene Woche hatte die BBC von einigen Löschanträgen berichtet, unter anderem von einem Politiker, einem Arzt und einem Pädophilen. Eine Quelle nannte die BBC dabei allerdings nicht. fam
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