Umbau G+J erhält Geld für seine Neuerfindung / Dastyari und Stahmer steigen auf

Donnerstag, 29. August 2013
Gruner + Jahr plant die Ausrichtung nach "Communities of Interest"
Gruner + Jahr plant die Ausrichtung nach "Communities of Interest"
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Gruner + Jahr steht vor dem größten Umbau seiner Geschichte. Der Aufsichtsrat hat die Pläne nach HORIZONT-Informationen durchgewinkt und für die kommenden Jahre Mittel von einer halben Milliarde Euro bewilligt. Wohl Mitte September will CEO Julia Jäkel die neue Struktur verkünden. Auffällig: Die Marken werden nicht mehr aus einer Hand geführt, sondern analog und digital getrennt. Die Kandidaten für Schlüsselpositionen stehen fest.
Soheil Dastyari übernimmt Marketing und das Lizenzgeschäft
Soheil Dastyari übernimmt Marketing und das Lizenzgeschäft
Die neue Vorstandschefin Julia Jäkel will, dass G+J künftig weniger in Medienmarken denkt, sondern mehr in den Kategorien Nutzerinteressen, Themen und Inhalte. Diese wird der Verlag künftig in acht so genannte "Communities of Interest" (CoI) einordnen. Verantwortlich dafür sind dann Produktmanager, die sich auf der Print- und Zusatzgeschäftseite "Publisher" nennen dürfen. Für diese Posten werden einige Namen hoch gehandelt.

Die Publisher berichten künftig an die beiden neuen starken Analogmänner Soheil Dastyari und Frank Stahmer, die sich die CoI sowie die letzten noch nicht zentralisierten Funktionen aufteilen: Dastyari, bisher Chef der Kundenmediensparte und Geschäftsführer von "Capital", obliegen nach HORIZONT-Informationen dann Marketing und Lizenzgeschäft. Der bisherige "Stern"-Verlagsleiter Stahmer wird zentral für die Herstellung verantwortlich. Auch die Print- und damit indirekt die Online-Chefredakteure berichten an jeweils einen der beiden.

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Die CoI-Aufteilung gilt auch für alles Digitale - allerdings lohnt sich hier wohl (noch) nicht für jede Sparte ein eigener Produktmanager. Diese berichten indes an die Chefs der G+J Digital GmbH und am Ende an Digital- und Vermarktungschef Stan Sugarman. Da die (Print-) Publisher bei der Entwicklung neuer Digitalprodukte immerhin mitreden dürfen, sind Konflikte programmiert. Bei G+J möchte man zu Details der künftigen Organisation noch keine Auskunft geben. rp

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