US-Musikgeschäft Streaming überholt erstmals Downloads beim Gesamtumsatz

Mittwoch, 23. März 2016
Auch der Marktstart von Tidal dürfte dafür gesorgt haben, dass mit Streaming in den USA mehr Gesamtumsatz erwirtschaft wurde als mit Downloads
Auch der Marktstart von Tidal dürfte dafür gesorgt haben, dass mit Streaming in den USA mehr Gesamtumsatz erwirtschaft wurde als mit Downloads
Foto: Tidal
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Streaming Gesamtumsatz BVMI


Musik aus dem Netz ist auch in Deutschland auf dem Vormarsch - doch der weltgrößte Markt USA setzt die Maßstäbe: Dort ist Streaming 2015 zur wichtigsten Geldquelle geworden.
Im US-Musikmarkt wurde im vergangenen Jahr erstmals mehr Umsatz mit Streaming direkt aus dem Netz als mit Song-Downloads erzielt. Die Streaming-Erlöse sprangen um 29 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar (aktuell rund 2,15 Milliarden Euro) hoch, wie der Branchenverband RIAA am späten Dienstag mitteilte. Das ergab einen Anteil von 34,3 Prozent an den Gesamteinnahmen. Die Downloads, die zuletzt die wichtigste Geldquelle in der US-Musikbranche waren, brachten nach einem Rückgang noch 34 Prozent der Erlöse ein. Die sogenannten physischen Tonträger wie CD und Vinyl steuerten noch 28,8 Prozent bei. In Deutschland ist die Situation anders: Hier sorgte 2015 die CD trotz einer Talfahrt mit 60,8 Prozent noch für den Großteil des Geschäfts. Die Streaming-Einnahmen verdoppelten sich zwar, machen aber erst 14,4 Prozent der gesamten Erlöse aus.

Für das Wachstum des Streaming-Geschäfts in den USA war vor allem der Sprung bei den Abo-Einnahmen um die Hälfte auf 1,22 Milliarden Dollar verantwortlich. Die Erlöse mit Werbung in kostenlosen Streaming-Angeboten wurden auf 385 Millionen Dollar beziffert - nach 295 Millionen im Jahr 2014.

Insgesamt wuchs das Geschäft mit Musik in den USA im vergangenen Jahr RIAA zufolge um 0,9 Prozent auf sieben Milliarden Dollar - die sinkenden Verkäufe bei Downloads und CDs glichen die Streaming-Zuwächse weitgehend aus. In Deutschland wuchs der Musikmarkt im vergangenen Jahr nach Zahlen des Branchenverbandes BVMI um 4,6 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro. dpa
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