UIM und Interactive Parallelnutzung dreht sich selten um dieselben Inhalte

Donnerstag, 15. August 2013
Bei Multiscreen-Nutzung dominiert keineswegs immer der TV-Bildschirm (Bild: Foto Shock/Fotolia)
Bei Multiscreen-Nutzung dominiert keineswegs immer der TV-Bildschirm (Bild: Foto Shock/Fotolia)
Themenseiten zu diesem Artikel:

Parallelnutzung United Internet Onlinevermarkter Burst



In die anschwellende Diskussion um die Parallelnutzung verschiedener Bildschirme schalten sich nun erstmals auch zwei große Onlinevermarkter ein. United Internet Media und Interactive Media präsentieren mit "Catch me if you can" eine Studie zur Multiscreen-Nutzung, die zeigen soll, wie und warum die Menschen verschiedene Bildschirme nutzen. Ein wichtiges Ergebnis der Erhebung, die UIM und Interactive als Grundlagenforschung verstehen: Bei Multiscreen-Nutzung dominiert keineswegs immer der TV-Bildschirm. "Der First Screen ist immer derjenige, dem der Benutzer gerade die meiste Aufmerksamkeit schenkt", sagt Michael Burst, Leiter Markt- und Mediaforschung bei United Internet Media.

Als Multiscreen definieren die Forscher in der Studie, für die D-Score 1251 Onliner im Alter von 14 bis 59 Jahren befragt hat, die gleichzeitige Verwendung von mindestens zwei Geräten. Betrachtet werden TV, PC, Laptop, Tablet und Smartphone. Die meistgenutzten Kombinationen sind demnach TV und Laptop mit 56 Prozent sowie TV und Smartphone mit 55 Prozent. Doch es geht auch ohne Fernsehen: 45 Prozent der Befragten nutzen auch Laptop und Smartphone parallel. Triple Screen - also die Nutzung von drei Geräten - ist ebenfalls nicht mehr selten und dürfte laut Burst in nächster Zeit stark steigen.

Dabei beschäftigen sich die Befragten in den seltensten Fällen mit Inhalten, die sie auf dem anderen Bildschirm gesehen haben. 84 Prozent geben an, dass das, was sie neben dem Fernsehen im Internet machen, nichts mit dem TV-Programm zu tun hat. Und 81 Prozent sagen, dass die Inhalte der Medien bei Parallelnutzung oft nichts miteinander zu tun haben. An erster Stelle der Online-Aktivitäten rangieren E-Mails (83 Prozent), gefolgt von Recherche nach Themen oder Produkten (72 Prozent), Informationen und Nachrichten lesen (71 Prozent).

Exklusiv für Abonnenten:

Exklusiv für Abonnenten:
Alle Hintergründe lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 33/2013 vom 15. August 2013.

HORIZONT abonnieren
HORIZONT E-Paper abonnieren
HORIZONT for iPad beziehen


Um zu verstehen, wie diese Wechselprozesse zwischen den Medien ablaufen, haben UIM und Interactive für "Catch me if you can" auch eine qualitative Analyse aufgesetzt. Dafür führten 44 Teilnehmer zwei Wochen ein Tagebuch zur Mediennutzung und verfassten insgesamt 1624 Einträge. 20 Teilnehmer machten zudem Fotos und zeichneten sich bei der Mediennutzung auf Video auf. pap
Meist gelesen
stats