Transparenz OWM präzisiert Haltung in der Mediadebatte

Donnerstag, 10. März 2016
OWM-Chef Joachim Schütz
OWM-Chef Joachim Schütz
Foto: Die Hoffotografen

Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) hat ihr Positionspapier zur "Transparenz im Mediageschäft" überarbeitet und konkretisiert darin ihre Erwartungen in Bezug auf digitale Werbung, Trading und Auditing. "Die Grundsatzposition der OWM wurde nicht verändert. Wir haben sie nur an einigen Stellen ergänzt und erweitert", sagt OWM-Geschäftsführer Joachim Schütz. "Die Mediaagenturen müssen an der Seite des Kunden stehen", formuliert er die grundsätzliche Haltung des Verbandes, die sich in den einzelnen Forderungen in dem vierseitigen Papier widerspiegelt. "Wir fordern unverändert Transparenz."

Im Einzelnen geht es um drei Punkte, bei denen der Kundenverband seine Haltung nach den Diskussionen der vergangenen Monate nachgeschärft hat. Erstens beim Umgang mit digitalen Werbeformen. Angesichts der stetig steigenden Budgets und der Relevanz von Digital im Mediamix hält die OWM es vor allem bei Programmatic Advertising für "dringend erforderlich, dass die Anbieter ihre Modelle offenlegen und für mehr Transparenz in den Wertschöpfungsketten, in der Preisgestaltung und den Reportings sorgen", heißt es in dem Papier.

Zweitens müssten die Werbungtreibenden erfahren, wie viel die von ihnen erworbene Werbeleistung tatsächlich kostet. Agenturen sollen offen legen, welches Inventar in den von ihnen empfohlenen Mediaplänen im Eigeninteresse der Agenturen angeboten wird – Stichwort Trading.

Drittens geht es um das Auditing, insbesondere das Financial Auditing. "Zur Sicherung der geforderten Transparenz sollte sich jeder Werbungtreibende umfangreiche Auditrechte vertraglich einräumen lassen", schreibt der Verband.

Die im Positionspapier geäußerten Forderungen werden sich auch im neuen Mustervertrag wiederfinden, den die OWM in Kürze fertigstellt. pap

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