Transaktionsmonitor Verlage steigern Volumen ihrer Akquisitionen

Donnerstag, 28. Januar 2016
Axel Bartholomäus
Axel Bartholomäus
Foto: Bartolomäus & Cie.

In Kauflaune: Die Zahl der Übernahmen und Beteiligungen deutscher Verlage ist im vergangenen Jahr mit 257 auf höchstem Niveau zwar fast stabil geblieben (minus 2 Prozent) – der Umsatz der gekauften Objekte ist jedoch um 7 Prozent auf rund 7,6 Milliarden Euro stark gestiegen. Dies zeigt die Studie "Transaktionsmonitor Verlagswesen", die die Unternehmensberatung Bartholomäus & Cie. in dieser Woche für 2015 vorlegt.

Etwa 40 Prozent davon entfallen auf die beiden größten Deals: Die Fachverlage Springer Science + Business Media und Macmillan Science & Education sind zu Springer Nature fusioniert; außerdem haben Axel Springer und Funke ihre Vermarktung im Joint Venture Media Impact gebündelt.

"2015 war für die Medienbranche ein sehr intensives M&A-Jahr", resümiert Transaktions-Analyst Axel Bartholomäus. Die Publikumsmedienkonzerne investierten in digitale Kanäle und mediennahe Digitalservices zur technologischen Ergänzung ihrer Wertschöpfungsketten in Deutschland und im Ausland, so der Berater. Zugleich trennten sie sich von angestammten Printformaten und weiteren Traditionsgeschäften, in denen sie kaum Wachstum mehr sehen.

Und die kleineren, mittelständischen Verlage? "Sie investieren unverändert in traditionelle, überwiegend printbasierte Geschäfte im Inland, deren Modelle sie verstehen und deren Zukunftsaussichten sie bewerten können", analysiert Bartholomäus. Gleichwohl nähmen auch hier die Investitionen in – junge wie etablierte – digitale Geschäfte langsam weiter zu. rp

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