Tour de France 2015 ARD und Eurosport ziehen positive Bilanz

Montag, 27. Juli 2015
Szene aus dem Sommersport-Trailer der ARD
Szene aus dem Sommersport-Trailer der ARD
Foto: ARD / Screenshot Youtube

Einen Tag nach dem Ende des Rennens zeigen sich ARD und Eurosport zufrieden mit der Sehbeteiligung bei ihren Tour-de-France-Übertragungen. Der ARD gelang es, die 1-Million-Zuschauer-Marke zu durchbrechen.
Durchschnittlich 1,17 Millionen Zuschauer verfolgten die Tour-de-France-Übertragungen im Ersten, wie die Sendeanstalt mitteilt. Dies entspricht einem Marktanteil von 9,8 Prozent. "Wir sind mit dem Gesamtverlauf der Tour sowie der Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort sehr zufrieden und freuen uns über die sportlichen Leistungen der deutschen Fahrer. Das Feedback unserer Zuschauer war überwiegend positiv. Die ARD hat zu keinem Zeitpunkt eine bestimmte Quote vorgegeben", so ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. Die ARD war in diesem Jahr zu den Live-Übertragungen von der Tour de France zurückgekehrt, nachdem sich die Sendeanstalt 2011 nach zahlreichen Doping-Skandalen aus dem Radsport zurückgezogen hatte. Insofern war die diesjährige Tour auch ein Test, inwieweit das Interesse der Zuschauer noch da ist. In den ersten beiden Tour-Wochen schwankten die Zuschauerzahlen zwischen 1,13 Millionen (Etappe 1) und 810.000 (Etappe 3).

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Dass letztendlich im Schnitt mehr als eine Million Zuschauer mit von der Partie waren, dürfte auch an den Erfolgen der deutschen Fahrer gelegen haben. Zeitfahrspezialist Tony Martin trug bis Etappe 6 sogar das gelbe Trikot, ehe er das Rennen aufgrund eines Sturzes beenden musste. Hinzu kamen die vier Etappensiege von Sprinter André Greipel - darunter sein Triumph am letzten Tag auf der Champs Elysees - sowie der Sieg des Berliner profis Simon Geschke auf Etappe 17 nach beeindruckender Solofahrt.

"Natürlich würden wir uns wünschen, dass sich das Interesse der Zuschauer bei der Tour 2016 noch steigert", so Balkausky weiter. "Uns ist bewusst, dass sich das Vertrauen in den Radsport wieder neu entwickeln muss. Es gilt jedoch auch festzuhalten, dass die Tour gleich im ersten Jahr wieder zu einem elementaren Bestandteil der Sommersport-Übertragungen im Ersten geworden ist und einen audience flow schafft, von dem weitere Sportarten im Umfeld profitieren konnten." Dabei habe man Wert auf die journalistische Begleitung des Rennens gelegt, indem sich die Redaktion beispielsweise über die gesamte Tour kritisch mit dem Thema Doping auseinandergesetzt habe.
„Natürlich würden wir uns wünschen, dass sich das Interesse der Zuschauer bei der Tour 2016 noch steigert.“
Axel Balkausky
Auch Eurosport ist zufrieden mit der Tour de France 2015. Im Durchschnitt sahen 350.000 Zuschauer in Deutschland die Live-Berichterstattung von den 21 Etappen - ein Marktanteil von 3,2 Prozent. 2014 habe die Durchschnittsreichweite noch bei 340.000 Zuschauern bei einem Marktanteil von 3,0 Prozent gelegen, wie die Discovery-Tochter mitteilt. Den besten Schnitt erzielte Etappe 14 mit 540.000 Zuschauern (MA: 5,3 Prozent), die in der Spitze sogar 690.000 Zuschauer anlockte.

"Die Tour de France bei Eurosport ist eine Institution, und wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr trotz paralleler Übertragung der Tour bei der ARD die Reichweiten und Marktanteile bei Eurosport weiter steigern konnten", sagt Susanne Aigner-Drews, Geschäftsführerin der Eurosport Media GmbH. "Besonders hervorzuheben ist hierbei, dass Eurosport mit einem Marktanteil von bis zu 8,6 Prozent auch die junge, werberelevante Männerzielgruppe 14+ erreicht."

Eurosport ist noch bis mindestens 2019 im Besitz der Tour-de-France-Rechte. ire
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